Alles bleibt anders

Porträt eines deutschen Lebens, aus dem die Sparkasse nicht wegzudenken ist.

Seit 80 Jahren ist Wolfgang Hasch Sparkassenkunde. Was hat ihm das gebracht? „80 Jahre Stabilität und Sicherheit“ – und die ein oder andere Veränderung in seinem Leben.

Achtzig Jahre ist der Wormser Oberamtsrat a.D., Wolfgang Hasch, alt. Er hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt, Währungsreform, Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung, die Finanzkrise und den Einzug der Digitalisierung – immer mit der Sparkasse Worms-Alzey-Ried an seiner Seite. „Unsere Verbindung war nicht immer reibungslos, aber immer gut“, sagt er.

Wirklich beschwert hat sich Wolfgang Hasch nur ein einziges Mal. Das war, als die Sparkasse damit begann, einen Teil ihres Angebots zu digitalisieren. „Als das Veranstaltungsmagazin auf E-Mail umgestellt wurde, habe ich den Vorstand per Brief daran erinnert, dass viele Kunden keine E-Mailadresse haben“, sagt der hochgewachsene Herr mit dem weißen Haar. Zielstrebig steuert er einen der Geldautomaten in der Hauptstelle an. Der Gang zur Sparkasse gehört genauso zur Routine des Pensionärs wie die morgendliche Zeitungslektüre.

Zum Sparkassenkunden wurde Wolfgang Hasch schon 1936. Kurz nachdem er zur Welt gekommen war, erhielten seine Eltern ein Sparbuch für ihn. Zu Schulzeiten begegnete er der Sparkasse zumeist in Person des Sparonkels. „Das war ein kleiner, etwas korpulenter Mann. Der kam immer montags“, erinnert er sich. „Für 50 Pfennige konnten wir Sparmarken bei ihm kaufen und am Weltspartag auf dem Sparkassenbuch gutschreiben lassen.“ Dafür habe es dann einen Kugelschreiber oder einen Block gegeben. Ab und an leistete er sich von seinem Ersparten ein Buch von Karl May. „Es gab ja damals nichts“, betont Hasch, als er die rote Sparkassenkarte in den Automatenschlitz steckt. Er tippt die Geheimzahl ein und den Betrag, den er abheben möchte.

Damals, das war in den kargen Kriegs- und Nachkriegsjahren. Worms war zerbombt, viele Menschen bitterarm. Erst in den 1950er Jahren setzte das Wirtschaftswunder ein. „Vor allem mithilfe der Kredite von der Sparkasse konnten die Firmen wieder wachsen“, erinnert sich Hasch. „Davon haben wir alle profitiert.“ Er selbst begann 1954 eine Lehre in der  Verwaltung. „Meine 60 D-Mark Gehalt überwies die Stadt Worms auf mein Sparkassenbuch. Girokonten gab es noch keine.“ 1963 heiratete er dann. Ein Darlehen der Sparkasse ermöglichte seiner Frau und ihm vier Jahre später, ihr Haus zu bauen. „Die Zinsverhandlungen waren hart, aber schließlich haben wir uns fair geeinigt“, sagt Hasch zufrieden. Als mit seinem Einkommen auch die finanziellen Möglichkeiten stiegen, wollte er sein Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen. „Also habe ich mich von der Sparkasse beraten lassen, damit Rendite und Risiko stimmten.“

Zu einem anderen Kreditinstitut zu wechseln, sei für ihn nie infrage gekommen, betont der ehemalige Oberamtsrat. Mit der Zeit habe er erkannt, dass der Übergang in die digitale Welt überall stattfinde. Ohnehin habe sich in den 80 Jahren vieles verändert, sagt er, nimmt das Geld aus dem Automaten, zählt nach und steckt es in sein Portemonnaie. „Aber in all der Zeit habe ich vor allem gute Erfahrungen mit der Sparkasse gemacht.“ Seine Sparkassenberater seien nach wie vor freundlich und hilfsbereit. „Und vor allem wissen sie genau, was sie tun.“