„Auch kleinere Sportarten und der Breitensport brauchen Unterstützung.“

Tosende Gewässer sind sein Element: Jan Benzien ist Welt- und Europameister im Kanuslalom. Im Interview erklärt er, wie ihn die Sparkasse auf der Jagd nach Medaillen unterstützt.

Herr Benzien, worum geht es beim Kanuslalom? Es geht darum, als Schnellster einen Slalomparcours im Wildwasser zu meistern. Die Kunst besteht dabei darin, auch geschickt zu sein, denn das Berühren der Slalomstangen führt zu Strafsekunden. 

Was ist die größte Herausforderung? Die Balance zwischen Kontrolle und Risiko zu finden. Die Weltspitze liegt eng beieinander, kleinste Fehler werden sofort bestraft. Bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele in London fehlten am Ende wenige Hundertstel, um den Traum Olympia wahr werden zu lassen.

Bei anderen Wettbewerben lief es besser. Ich bin Welt- und Europameister und mehrfacher deutscher Meister in verschiedenen Kanuslalom-Disziplinen geworden. Aktuell bereite ich mich auf die WM in den USA vor.

Sie kommen gut rum. Unsere Wettkämpfe finden in der ganzen Welt statt. In einem Olympiajahr bin ich 200 Tage unterwegs. In der Saison trainieren wir bis zu dreimal täglich – auf dem Wasser, im Kraftraum und im Ausdauerbereich. Viele Trainingseinheiten absolviere ich zu Hause in Leipzig.

Wird man reich als Kanute? Kanusport erfährt leider nicht die öffentliche Aufmerksamkeit wie etwa Fußball. Die finanziellen Spielräume sind knapp. Wer in der Weltspitze mithalten will, muss aber wie ein Vollprofi leben und trainieren. Ohne die Unterstützung des Olympiastützpunktes, meines Arbeitgebers Bundeswehr und meiner Förderer und Sponsoren wäre dies nicht möglich.

„Wer in der Weltspitze mithalten will, muss wie ein Vollprofi leben und trainieren. Ohne Förderer und Sponsoren wäre dies nicht möglich“, sagt Jan Benzien

Wer unterstützt Sie? Ich bin dankbar, dass ich über Förderer verfüge, die mich immer wieder finanziell und mit Sachmitteln unterstützen. Einen besonderen Anteil an meinen sportlichen Erfolgen hat sicher die Sparkasse Leipzig, die mich seit vielen Jahren begleitet und unterstützt.

Wofür nutzen Sie das Geld? Kanuslalom ist ein kostenintensiver Sport. Mein Einer-Canadier zum Beispiel, eine Spezialanfertigung aus Karbonfasern, kostet rund 2000 Euro. Natürlich entstehen auch hohe Kosten für den Trainingsbetrieb und die Trainingslager. Und es braucht Trainingsstätten, Leistungszentren und Wettkampfangebote. Auch hier engagiert sich die Sparkasse Leipzig stark.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Die Spiele in Rio sind mein nächstes großes Ziel. Da will ich es besser machen als 2012.