10 Tipps für Aktien-Anfänger

Investieren in Aktien – so geht es richtig

Viele Menschen überlegen, ihr Geld in Aktien anzulegen. Völlig zu Recht! Doch sollten Sie das nicht unvorbereitet tun. Wir helfen Ihnen beim Einstieg mit zehn einfachen Tipps. 

Tipp 1: Verstehen Sie, in was Sie investieren

Es klingt banal, aber Sie sollten verstehen, in was Sie Ihr Geld stecken. Wenn Sie sich für eine spezielle Aktie interessieren und sich nicht nur auf Ihre gute Nase verlassen wollen, sollten Sie sich zum Beispiel den Geschäftsbericht der AG, die aktuellen Quartalszahlen, Analystenberichte und volkswirtschaftliche Prognosen ansehen.

Oder Sie nutzen die Expertise von Profis und investieren lieber in einen Aktienfonds, bei dem sich ein oder mehrere Fondsmanager um Märkte und Analysen kümmern. Auch hier sollten Sie sich informieren: Wie wird die Gesellschaft zum Beispiel im jährlichen Capital-Ranking beurteilt? Und passt die Ausrichtung des Fonds zu Ihrem persönlichen Chance-Risiko-Profil? Dabei hilft Ihnen Ihr Sparkassenberater.

Tipp 2: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte

Sie haben sich informiert und eine konkrete Aktie im Auge? Das ist ein guter Anfang. Aber vielleicht denken Sie ja auch über mehrere Titel nach und können sich nicht entscheiden. Das müssen Sie auch nicht unbedingt. Denn wenn Sie erstmal mit einem Aktienfonds anfangen, wird Ihr Geld auf hunderte verschiedene Werte verteilt. So minimieren Sie das Risiko, falls doch mal ein Unternehmen schlechte Zahlen schreibt und gar Pleite macht.

Wenn Sie zwar in Aktien einstiegen möchten, aber noch etwas weniger Risiko gehen wollen, sind auch sogenannte gemischte Fonds interessant. Die legen das Geld nicht nur in Aktien, sondern auch in Zinspapieren an. Je nachdem, wie die Fondsmanager die Märkte einschätzen, kann der Anteil der Aktien auch mal zurückgefahren werden.

So haben Sie dann gleich zweimal gestreut: Sie verteilen Ihr Geld auf Aktien UND Renten – und innerhalb diese beiden Assetklassen noch einmal auf viele verschiedene Einzelwerte.

Tipp 3: Investieren Sie nur verfügbares Kapital

Auf dem Kapitalmarkt sollten Sie nur Kapital anlegen, das bei Ihnen nicht anderweitig verplant ist. Wenn Sie wissen, dass Sie das Geld in den kommenden fünf Jahren für den Lebensunterhalt, die Tilgung Ihres Privatkredits oder andere Anschaffungen brauchen, gilt: Finger weg. Denn einen fixen Verkaufszeitpunkt, der dann gerade besonders ungünstig sein könnte, sollten Sie vermeiden.

Ein Beispiel: Sie müssen in zwei Jahren ein Auto kaufen. Bis dahin legen Sie das Geld in Aktien an. Aber genau in dem Moment, wenn Sie das Auto brauchen, hat die Börse eine Schwächephase. Die Folge: Sie müssen mit Verlust verkaufen.

Tipp 4: Haben Sie Geduld mit Ihrer Anlage

Sie benötigen eine neue Küche, aber es fehlen ein paar Tausend Euro. Also das Geld an der Börse anlegen und sich so schnell die fehlenden Mittel besorgen? Bitte nicht! Bei der Geldanlage am Aktienmarkt brauchen Sie einen längeren Atem – auf den schnellen Euro sollten Sie besser nicht wetten. Eine gute Idee ist dagegen das regelmäßige Sparen mit einem Fondssparplan.

Wenn Sie auf zügige Gewinne angewiesen sind, werden Sie unweigerlich auf ein risikoreiches Investment setzen müssen. Das kann gut gehen, aber viel zu oft tappen gerade Anfänger hier in eine Falle. Denn mit einem unausgewogenen Portfolio könnten Sie am Ende blank dastehen.

Wenn Sie dagegen Geduld beweisen und mit Weitsicht anlegen, haben Sie wesentlich größere Chancen, Ihre Geldanlage bestmöglich zu gestalten. Mit der Zeit sinkt das Risiko deutlich, mit Aktien Geld zu verlieren. Wer bislang mindestens elf Jahre mit einen Fondssparplan in die 30 Dax-Werte investierte, lag am Ende immer im Plus. Dennoch unterliegen Investmentfonds Kurschwankungen.

Tipp 5: Lassen Sie sich nicht von Verlusten nervös machen

Natürlich gehen Sie mit der Erwartung ins Aktien-Rennen, möglichst eine gute Rendite zu erzielen. Aber die Börse ist immer in Bewegung und Ihr Depot kann zu einem bestimmten Zeitpunkt auch einmal Verluste aufweisen.

Kursschwankungen sind ganz normal und kommen immer wieder vor. Das ist kein Unglück, sondern im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass die Wertpapier-Märkte funktionieren und Angebot und Nachfrage sich verändern. Bereiten Sie sich darauf vor, dass es zu Korrekturen kommen kann und verfallen Sie nicht Panik und Aktionismus. Reagieren Sie mit kühlem Kopf.

Bei Aktien können Sie sich zur Sicherheit eine „Stop-Loss“-Grenze setzen, also einen Wert, ab dem Sie Ihre Anlage auf jeden Fall abstoßen wollen. Auf der anderen Seite können Kurskorrekturen aber auch genau der richtige Zeitpunkt sein, um zu einem günstigen Preis nachzukaufen. 

Tipp 6: Bleiben Sie bei Aktientipps skeptisch

Sie hören oder lesen einen todsicheren Tipp von einem vermeintlichen Börsen-Guru? Bei dem mehr als 10 oder 20 oder mehr Prozent Rendite sicher sind? Dann haben wir auch einen Tipp für Sie: Seien Sie vorsichtig!

Es gibt im Umfeld von Geldanlagen jede Menge sogenannte Experten, die Ihnen Versprechungen machen. Sie sollten sich aber immer fragen, was derjenige für ein Interesse hat, Ihnen diese Information mitzuteilen.

Begegnen Sie deshalb allzu verlockenden Tipps und Hinweisen lieber mit einer gesunden Skepsis.

Tipp 7: Spekulieren Sie nicht, legen Sie an

Kaufen, verkaufen, kaufen, verkaufen: So stellt sich mancher das Anlegen in Wertpapieren vor. Mit der Realität hat das im Normalfall nicht viel zu tun. Dass Sie eine Aktie kaufen und nach Tagen oder Wochen direkt wieder abstoßen, bleibt hoffentlich die Ausnahme.

Denn wer viel und schnell handelt, produziert vor allen Dingen erst eines: Kosten. Beim Kaufen und Verkaufen werden Gebühren fällig, die von der Wertentwicklung der Aktie oder eines Fonds erstmal einmal wieder reingeholt werden müssen.

Wer strukturiert und breit anlegt, muss nicht laufend rein und raus aus Aktien. 

Tipp 8: Nutzen Sie den Zinseszinseffekt

Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten. Dieser Satz beschreibt am besten, was der Zinseszins für Ihre Anlage bedeutet. Er ist der Hebel, mit dem Sie das volle Potenzial ausschöpfen.

Die Idee dahinter ist relativ einfach: Sie reinvestieren Ihre Gewinne beziehungsweise Zinsen, um daraus weitere Erträge zu erwirtschaften. Sie fügen also Ihre Gewinne dem eingesetzten Kapital hinzu, um so die Chance auf größere Erträge zu haben. Bei Fonds passiert das Wiederanlegen meist automatisch, da müssen Sie selbst gar nicht aktiv werden.

Der Zinseszins ist einer der wichtigsten Mechanismen der Vermögensbildung überhaupt. Albert Einstein antwortete auf die Frage, was die stärkste Kraft im Universum sei: „Das ist der Zinseszins!“ Vor allem langfristig zahlt er sich für Sie aus. Nutzen Sie also diesen Effekt, um Ihr Vermögen entscheidend vergrößern zu können.

Tipp 9: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Anlage

Sie sollten Ihre Anlage mit einer ruhigen Hand verwalten. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr Portfolio vernachlässigen dürfen. Selbst wenn Sie den Finanzmarkt einigermaßen im Blick haben, können sich Vorzeichen ändern. Solche Entwicklungen sollten Sie nicht verschlafen.

Besser ist es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Anlageberater regelmäßig – am besten mindestens einmal im Jahr – über Ihr Depot sprechen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Tipp 10: Warten Sie nicht länger

Sie haben das Gefühl, es gibt noch so viel zu lernen und wagen sich deshalb nicht an Aktien heran? Trauen Sie sich, denn jeder Tag ohne Anlage ist ein Tag ohne Chance auf Rendite.

Um in den Kapitalmarkt einzusteigen, müssen Sie kein Börsen-Profi sein. Genau dafür gibt es Fonds und Spezialisten, die sich um das Management kümmern. Und wenn Sie einmal dabei sind – zum Beispiel mit einem Fondssparplan – ist das Anlegen am Kapitalmarkt für Sie ganz normal.

Bei der Deka, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, können Sie bereits ab 25 Euro pro Monat einsteigen. Trauen Sie sich und machen Sie einen Anfang.

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