Dutzende Konten? Kein Problem!

So behalten Sie den Überblick über Ihre Finanzströme und nutzen Zinsvorteile aus

Cash Management ist für Unternehmen unentbehrlich, um den Zahlungsverkehr im Außenhandel zu meistern. Aber was gehört zum maßgeschneiderten Cash Management?


Der Traum jedes Unternehmers: Die Firma wächst und gedeiht. Weitere Filialen werden eröffnet. Vielleicht gelingt sogar der Sprung ins Ausland, wo sich neue Chancen auftun.

Doch mit dem Erfolg wachsen bekanntlich die Herausforderungen: Die Finanzen zu verwalten, wird immer komplexer. Längst geht es nicht mehr nur um ein Firmenkonto, sondern um eine Handvoll Konten. Und durch internationale Verbindungen müssen Sie auch steuerliche Veränderungen berücksichtigen.

Die Aufgabenstellung bestimmt die System-Strategie

„Wenn die Anforderungen steigen, kommt man nicht um ein professionelles Cash Management herum“, bilanziert Wolfgang Ehrmann, Leiter Vertrieb Sparkassen- und Inlandsbanken für Cash Management bei der Helaba Hessen-Thüringen. „Allerdings hängt dies nicht notwendigerweise von der Größe des Unternehmens ab, sondern von der Komplexität der anfallenden Aufgaben, etwa in Hinsicht auf Tochterunternehmen oder Dependancen im Ausland.“

Der Begriff „Cash Management“ umschreibt dabei sämtliche Maßnahmen, die notwendig sind, um Ihren Zahlungsverkehr zu managen. Warum das so wichtig ist? Mit einer guten Planung können Sie beispielsweise Zinsvorteile nutzen, überzogene Konten ausgleichen und sicherlich auch die Finanz- und Lohnbuchhaltung entlasten. Kurzum: Die eigenen Geldmittel so effizient wie möglich einzusetzen, bietet viele Vorteile. Nicht zuletzt sichern Sie auf diese Weise die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens.

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Cash Management geht jedoch über eine reine Finanzverwaltung hinaus, wie sie die Sparkassen-Finanzgruppe etwa mit der Software S-Firm bereitstellt. „Zunächst ist es erst einmal wichtig, die tatsächlichen Bedürfnisse eines Kunden herauszufinden“, erläutert Helaba-Manager Ehrmann. „Dazu besuchen wir ihn gemeinsam mit dem Firmenkundenbetreuer der Sparkasse und analysieren seine Strukturen.“

Oft sind nämlich Unternehmen mit Tochtergesellschaften und dutzenden Konten eigentlich liquide genug, um die lästigen Soll-Zinsen einzusparen. Allerdings gelingt es ihnen im Firmenalltag nicht, die Gelder dorthin zu bringen, wo sie am nützlichsten einzusetzen wären.

24-Stunden-Kontrolle über sämtliche Daten

Dann kann die Stunde eines Programmes wie „Helaba Cash Pool Pro“ schlagen: Es ist seit vielen Jahren in der Praxis erprobt und hilft, die komplexeren Aufgaben im Zahlungsverkehr zu vereinfachen. Die Guthaben eines Unternehmens lassen sich mit dem System zentralisiert managen und optimieren.

„Das System ist multibankfähig. Sie können damit Konten von verschiedenen Banken und in verschiedenen Ländern verwalten“, so Ehrmann. „Der Kunde erhält an zentraler Stelle einen vollständigen Überblick über seine Liquidität und die damit verbundenen Aufgaben.“ Das erleichtert also nicht nur, den Zahlungsverkehr im Inland abzuwickeln, sondern auch im Außenhandel.

 „Helaba Cash Pool Pro“ ist durchgängig über das Internet erreichbar. So sparen Sie Speicherplatz bei der IT, weil Sie keine ressourcenfressende Software vorhalten müssen, und können von jedem Computer auf das Programm zugreifen. Sie können zudem für jedes Konto individuelle Parameter festlegen und die Cash-Management-Lösung nach Ihren Vorstellungen anpassen:

  • Legen Sie beispielsweise interne Kreditlinien und Abrechnungszeiträume fest
  • Verwalten Sie Start- und Zielsalden
  • Greifen Sie aktiv in die Disposition ein und verändern Sie die vom Programm vorgeschlagenen Überträge

Tagesaktuelle Reportings zeigen Ihnen die Geldflüsse, Verbindlichkeiten und Forderungen im Unternehmen und bei den Tochtergesellschaften an. Zudem gibt es eine Übersicht der Limit-Ausnutzung aller Konten im Verhältnis zu den Kreditlinien.

Hohe Sicherheit schafft Vertrauen

Besonders wichtig ist in Zeiten des Internet und ständiger Gefahr durch Datenkriminalität der Sicherheitsaspekt: Die Internetverbindung zur Helaba ist auf höchstem Niveau verschlüsselt. Die Daten der Kunden liegen gesichert hinter zwei Firewalls auf den Servern der Bank, die strengen Sicherheitsvorschriften unterliegen. „Seit 1977 ist das System noch nie ‚geknackt‘ worden, und das soll auch so bleiben“, sagt Helaba-Manager Ehrmann.

Dass es gerade in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung unerlässlich ist, seine Geldströme präzise zu steuern, hat 2016 eine Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld belegt. Diese widmete sich dem Thema „Zahlungsverkehr im Mittelstand“. Das Ergebnis: Nur 36 Prozent der befragten 239 Finanzverantwortlichen in mittelständischen Unternehmen benutzten ein professionelles Cash-Management-System.

Allerdings verwendeten zwei Drittel der Anwender eine Lösung ihres eigenen Kreditinstituts und keine Fremdanbieter-Modelle. Für Wolfgang Ehrmann lässt sich daraus ein einfacher Tipp ableiten: „Wenden Sie sich zunächst einmal vertrauensvoll an Ihre Sparkassenberater. Wenn sich dann der individuelle Bedarf herausstellt, kann die Hausbank gemeinsam mit der angeschlossenen Landesbank die passende Lösung finden. Cash Management ist am Ende des Tages auch Vertrauenssache.“