Was ETFs sind, warum so viele sie wollen – und ihr kleiner Haken

Das sollten Sie über ETFs wissen

Weil die Zinsen für Tagesgeld im Keller sind, schauen sich die Anleger nach Alternativen um. Viele stoßen dabei auf ETFs. Alles über die Stärken dieser Anlageklasse – und ihr Risiko.

Was ETFs sind

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, zu deutsch etwa börsengehandelter Fonds. Ein ETF bildet mit speziellen Finanzprodukten, sogenannten Derivaten, einen Börsenindex nach. Das kann zum Beispiel der deutsche Aktienindex (DAX) sein oder der europäische EURO STOXX 50. Die Wertentwicklung eines ETF ist eng an den jeweiligen Index gekoppelt. Steigt der Index, wird auch der Fonds wertvoller.

Oft günstiger, meist nicht schlechter

Es gibt etwa 5.000 ETFs weltweit. Ein Vorteil von ETFs: Die Gebühren sind meist günstiger als bei anderen Fonds. Der Fondsmanager hat weniger Arbeit bei der Auswahl der Derivate, weil er nur einen Index nachbildet. Man nennt diese Fonds deshalb auch „passiv gemanagt“. Oft sind ETFs in der Rendite dennoch nicht schlechter als andere, aktiv gemanagte Fonds.

Ein weiterer Grund für die steigende Beliebtheit von ETFs ist die Niedrigzinsphase. Sie sorgt dafür, dass mehr Menschen ihr Geld in Fonds anlegen als früher. Viele sind mit dieser Strategie gut gefahren und haben bessere Renditen erzielt, als sie auf einem Tagesgeldkonto erreicht hätten.

Ein Risiko bleibt

Diese Chance gibt es nicht ohne Risiko: Ein ETF kann nicht nur Rendite bringen, er kann auch zu Verlusten führen. Sinkt der hinter einem ETF liegende Index, verliert auch der Fonds an Wert. Das sollte jedem klar sein, der in solche Produkte investiert.