Neues in 2016

Was sich im neuen Jahr für Sie ändert

Das alte Jahr geht, das neue kommt – und mit ihm jede Menge Änderungen. Sicher sind auch Sie von einigen betroffen.

Weniger Steuern für alle

Der Staat erhöht den Grundfreibetrag von 8.472 Euro auf 8.652 Euro. Steuern zahlen Sie nur auf das, was Sie im Jahr über diesen Wert hinaus verdienen.

Mehr Geld für Eltern

190 Euro Kindergeld gibt es für das erste und zweite Kind. 196 Euro zahlt der Staat für das dritte Kind und 221 Euro ab dem vierten Kind.

Übrigens: Ab 2016 müssen Sie bei der Familienkasse die Steuer-ID des Kindes und des Kindergeld-Empfängers angeben.

Mehr Geld für Alleinerziehende

Der Staat erhöht den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mit einem Kind auf 1.908 Euro. Für jedes weitere Kind kommen nochmal 240 Euro hinzu. Diesen Betrag können Alleinerziehende von der Steuer absetzen. Das geht schon in der Steuererklärung für 2015.

Mehr Geld für Rentner

Voraussichtlich Mitte des Jahres sollen Rentner mehr Geld bekommen. Geplant ist eine Erhöhung von vier Prozent. Gründe dafür: die gute Wirtschaftslage, die niedrige Arbeitslosigkeit und mehr Lohn bei den Beschäftigten.

Girokonto für alle

Ab 2016 hat jeder ein Anrecht auf ein Girokonto. Banken und Sparkassen dürfen niemanden mehr ablehnen. Auch Obdachlose und Flüchtlinge können damit frei wählen, wo sie ein Konto auf Guthabenbasis eröffnen möchten. Bei uns ging das auch vorher schon.

Überweisungen leichter bezahlen

Ab 1. Februar 2016 brauchen Sie bei Überweisungen im Europäischen Währungsraum nur noch die IBAN des Zahlungsempfängers anzugeben. Die Internationale Bankleitzahl (BIC) brauchen Sie dann nicht mehr. Ausnahme: Für Zahlungen in die Schweiz, Monaco und San Marino müssen Sie weiterhin den BIC eintragen.

Freistellungsauftrag nur noch mit Steuer-ID

Mit einem Freistellungsauftrag müssen Sie bei Erträgen aus Kapitalvermögen (zum Beispiel Zinsen) bis zum persönlichen Freibetrag keine Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen.

Ab 2016 neu: Sie müssen beim Freistellungsauftrag Ihre Steuer-ID angeben. Sonst dürfen wir ihn nicht mehr berücksichtigen.

Private Krankenkasse: Erschwerter Zugang für Gutverdiener

Wollen Sie in die private Krankenversicherung wechseln? Der Staat hat hierfür die Hürden um 1.350 Euro erhöht. Denn ab dem neuen Jahr müssen Sie als Angestellter nun 56.250 Euro verdienen.

Sozialversicherungen: Höhere Beiträge für Gutverdiener

Gutverdiener müssen ab Jahresbeginn für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung mehr zahlen. Denn der Staat hat die Beitragsbemessungsgrenze angehoben. Bis zu dieser Grenze wird das Einkommen für die Berechnung der Beiträge herangezogen.

Für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung liegt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze nun bei 6.200 Euro (im Westen) und 5.400 Euro (im Osten). Für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigt sie auf 4.237,50 Euro im Monat. Einkünfte darüber hinaus werden beim Berechnen der Beiträge nicht berücksichtigt.