Kurzportrait - Sandra Korb

Sandra Korb – Zu Tisch im SOS-Kinderdorf

Portrait einer Frau
Nur Geld spenden, war mir irgendwann zu wenig.
Sandra Korb

Essen ist fertig! Das ist der entscheidende Moment für Sandra Korb und ihre vier- bis zwölfjährigen Küchenhelferinnen und -helfer. Jetzt wissen sie, dass ihr Plan funktioniert hat. Teller klappern, Besteck klirrt. Im SOS-Kinderdorf in Hamburg Dulsberg steht wieder ein gesundes und leckeres Gericht auf dem Tisch, das sie zuvor gemeinsam geplant und die Zutaten dafür eingekauft haben.

„Einmal pro Woche gelingt es uns, Raum für Gemeinsamkeit, gesundes Essen und Kochen anzubieten“, sagt Sandra Korb, die beim „Kinderkochen“ mittlerweile seit zwei Jahren zum Team der ehrenamtlichen Helfer gehört. Darüber hinaus engagiert sie sich schon seit 2014 in vielen weiteren Bereichen des Familienzentrums im SOS-Kinderdorf, zum Beispiel bei der Hausaufgabenhilfe. Warum sie das zusätzlich zu ihrem Job bei der Hamburger Sparkasse macht? „Irgendwann war es mir einfach zu wenig, einmal im Jahr zu Weihnachten ein bisschen Geld zu spenden“, sagt sie. „Viel besser gefiel mir, selbst aktiv etwas zu machen.“

Und diese positive Energie kann auch Corona nicht ausbremsen. Verordnete das Virus zu Beginn des Jahres Kurzarbeit im Job, verstand Sandra Korb nicht „Pause oder nichts tun“ – sondern „mehr Zeit für kreative Ideen“. Sie hat spontan eine Osterhasen-Bastelaktion ins Leben gerufen und mit den Kindern aus Klopapierrollen kleine Papphasen gebastelt. Auch das Thema Hausaufgabenhilfe wurde intensiviert. Zweimal pro Woche traf sie sich mit einem kleinen Schüler zum Lernen – das Resultat vor wenigen Tagen: Ein Mathetest mit null Fehlern.

Soul-Food und Nahrung für den Kopf – für Sandra Korb zwei Seiten des gleichen Engagements: „Mir geht es darum, Menschen zu unterstützen und etwas von dem zurückzugeben, was mir in meinem Leben Gutes wiederfahren ist“, sagt sie. Ihr Antrieb ist dabei seit Jahren gleich: „Das Gefühl, die Welt besser machen zu können – und zwar in dem Rahmen, wie es mir möglich ist.“

Danke Sandra, dass du dein Rezept für eine bessere Welt weitergibst!