Kurzportrait - Markus Bofinger

Markus Bofinger – Corona-Tester ohne Ausreden

Portait eines Mannes
Es macht einfach Freude für andere da zu sein.
Markus Bofinger

Wenn spontan Hilfe benötigt wird, ist Markus Bofinger zur Stelle. So auch an diesem Donnerstag im März. Die Corona-Pandemie erreichte ihren ersten Höhepunkt, die Teststelle des Gesundheitsamtes kam mit den Corona-Tests der Rückkehrer aus den Skigebieten nicht nach. Das Landratsamt suchte Unterstützung – und fragte auch im Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes Hattenhofen-Voralb an. Hier engagiert sich Markus seit dem Zivildienst ehrenamtlich, organisiert Blutspenden, hilft als Rettungssanitäter.

Gründe abzulehnen, hätte es viele gegeben: Sich selbst freiwillig an vorderster Front dem Virus aussetzen? Während der Arbeitszeit? Ich würde gern helfen, gerade ist es aber leider schlecht. Das hätte Markus, der als stellvertretender Abteilungsleiter bei der Sparkasse Göppingen arbeitet, antworten können. Hat er aber nicht.

Stattdessen richtete er mit seinen Kollegen vom DRK in einem leerstehenden Flüchtlingsheim kurzfristig eine Teststation ein – und besetzte sie mit Personal. „Dafür habe ich mir Gleitzeit genommen und von 15.00 Uhr bis 21.00 Uhr Menschen auf das Corona-Virus getestet“, sagt er mit sympathischem schwäbischem Akzent. Das hieß rund 250 Mal Test-Set öffnen und bei Patienten mit dem Stäbchen im Rachen den Abstrich nehmen, vom 80-Jährigen bis zum sechsmonatigen Baby. Dann Proben eintüten, mit einem Barcode versehen – und ein Stockwerk nach unten gehen, um die nächste Person zum Test abzuholen. „Bei 45 Tests pro Stunde im Vollschutzanzug kamen wir ordentlich ins Schwitzen.“

Und wie reagierten die Getesteten? „Sie waren sehr dankbar und haben sich für unseren Einsatz bedankt“, sagt Markus. Daher empfindet er sein Engagement auch nicht als wirkliche Arbeit. „Es macht einfach Freude für andere da zu sein – man bekommt eine Menge zurück.“ Würde er bei einer erneuten Anfrage wieder als Corona-Tester aushelfen? Die Antwort gibt er ohne zu zögern: „Auf jeden Fall. Wenn wieder Hilfe benötigt wird, bin ich dabei!“

Danke Markus, dass du hilfst, wenn du gebraucht wirst.