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„Verein isch einfach!“

Benny, der BANK-Nachbar, hilft Vereinen im südlichen Schwarzwald – online und offline

Benjamin Rudiger, Markenbotschafter der Sparkasse Hochschwarzwald, ist erster Ansprechpartner für die Vereine in der Region. Mit seiner Arbeit trägt er entscheidend dazu bei, sie für die Zukunft aufzustellen.

BANK-Nachbar Benjamin Rudiger im Gespräch mit Vereinsvertretern

Das größte Kunststück im Sportverein ist nicht, das beste Tor zu schießen oder das schönste Rad zu schlagen. Sondern den Verein am Laufen zu halten. Reibungslos. „Dabei geht es nicht nur um Trainings und Spiele. Sondern auch um EU-Verordnungen, Behördenformulare, Jubiläen, Investitionen und vieles mehr“, sagt Benjamin Rudiger. „Die Liste ist lang.“

Der 35-Jährige aus dem südlichen Schwarzwald war Leistungssportler und treibt noch immer intensiv Sport. Er hilft vielen Vereinen in seiner Heimat bei diesen Herausforderungen weiter – im Auftrag seines Arbeitgebers.

Denn Benjamin Rudiger aus Kirchzarten ist Benny, der BANK-Nachbar der Sparkasse Hochschwarzwald. BANK-Nachbar? „Richtig, wie in der Schule. Da hat auch jeder einen Nachbarn, mit dem er sich unterhält und der hilft, wenn es darauf ankommt“, erklärt er.

Skilifte und Verwaltungs-Software

Jemand nutzt auf dem Smartphone die Verwaltungs-Software des BANK-Nachbarn

Zurzeit hilft Rudiger gemeinsam mit einem Kollegen aus dem Firmenkundenbereich, die Finanzierung für den Lift für eine Skisprungschanze zu koordinieren. „Die Sprungschanze der Skizunft Breitnau e.V. ist zwar relativ klein. Aber in Breitnau wird wertvolle Nachwuchsarbeit geleistet“, betont er. „Sportler, die jetzt hier trainieren, könnten bald einmal in die Fußstapfen von Springergrößen wie Sven Hannawald oder Martin Schmitt treten.“

Den Förderverein der Hebelschule Titisee-Neustadt hat er dabei unterstützt, seine Mitgliederverwaltung auf eine neue Verwaltungs-Software umzustellen. „In diesem Fall war vor allem der Import der Mitgliederdaten eine Herausforderung“, erinnert sich Rudiger. Gelöst hat er das Ganze letztlich gemeinsam mit dem Kassierer des Vereins: „In mehreren Treffen haben wir den Import erfolgreich abschließen können.“

Profisportler, Firmenkundenberater, BANK-Nachbar

Seit Juni 2018 ist der BANK-Nachbar erster Ansprechpartner der Vereine. „Da ist aber noch Überzeugungsarbeit zu leisten“, sagt er. „Einige sind sehr zurückhaltend.“ Daher reist er viel durch das Geschäftsgebiet der Sparkasse, ein Teil des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald.

„Um den Vereinen die Vorteile unseres Angebots nahezubringen, treffe ich mich mit den Menschen, wo immer es passt“, erzählt Rudiger. „Auch in Vereinsheimen und auf Sportplätzen.“ Teil seiner Aufgabe ist es auch, dem vielfältigen Wirken der Sparkasse eine noch höhere Wahrnehmung in der Gesellschaft zu geben.

Bei dieser Pionierarbeit hilft es, dass der ehemalige Profisportler überall bekannt ist. Bis 2006 war er ein sehr erfolgreicher Mountainbiker im Team Rothaus-Cube. Im Jahr 2002 wurde er Deutscher Meister der Junioren, 2004 und 2006 Deutscher Meister der U23. 2005 war er dann Dritter bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft und Siebter bei der Weltmeisterschaft der U23.

Zwei Schicksalsschläge – eine Entscheidung

Doch im Oktober 2006 diagnostizieren die Ärzte Lymphdrüsenkrebs bei Benjamin Rudiger. Er übersteht die Krankheit und gründet einen Krebs-Hilfeverein. Den Leistungssport hängt er aber an den Nagel und macht eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Hochschwarzwald.

Bald folgt eine Weiterbildung zum Sparkassen-Betriebswirt. Einige Jahre arbeitet er als Firmenkundenberater. Mountainbike fährt er in seiner Freizeit.

Anfang 2015 hat der Schwarzwälder einen normalerweise harmlosen Unfall – allerdings mit schweren Folgen: Er bricht sich zwei Brustwirbel. Seitdem ist Benjamin Rudiger querschnittsgelähmt. Das größte Kunststück in seinem Leben ist nun, sein Leben im Rollstuhl zu meistern.

Dennoch: Er ist wieder viel in Bewegung: „Ich habe irgendwann eine Entscheidung getroffen und den Blick nach vorne gewählt“, erklärt er.

„Du kannst mehr, als du denkst“

BANK-Nachbar Benjamin Rudiger im Rollstuhl

Nun fährt Rudiger im Sommer Handbike, ein Rad mit drei Rädern, und im Winter Sitz-Skier, eine Art Schlitten. Im Winter 2018 bestreitet er seinen ersten Langlauf-Weltcup in dieser Disziplin.

Er selbst veranstaltet mittlerweile den Black Forest Ultra Bike Marathon: Das ist einer der stimmungsvollsten Mountainbike-Marathons Europas. Jedes Jahr treten 5.000 Profi- und Hobbybiker aus aller Welt an – angefeuert von mehr als 20.000 Zuschauern.

Ende 2018 spricht Rudiger bei einem gemeinsamen Vortrag mit der Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn im Kurhaus Kirchzarten darüber, wie sie mit den Einschränkungen in ihrem täglichen Leben umgehen. Das Motto: „Du kannst mehr, als Du denkst“.

Markenbotschafter on- und offline

Gemeinsam mit dem Vorstand seiner Sparkasse hat der Schwarzwälder die Idee des BANK-Nachbarn entwickelt: „Mein Sport, meine jahrelange Arbeit als Firmenkundenberater und meine Verbindungen in der Vereinswelt prädestinieren mich für diesen Job“, erklärt er.

Dafür reist Benjamin Rudiger nicht nur immer wieder durch die Region. Ganz im sprachlichen Lokalkolorit des südlichen Schwarzwalds ist er auch auf Facebook, Instagram und YouTube unter dem Motto „Verein isch einfach!“ präsent. Unter dem Hashtag #banknachbar inspiriert er die Vereine, beantwortet ihre Fragen und macht das Engagement seiner Sparkasse für Vereine und das Ehrenamt insgesamt bekannter. 

Diese zentrale Botschaft gibt er auch Schülern oder jungen Erwachsenen mit, wenn er ihnen in Vortragsveranstaltungen seine Rolle als BANK-Nachbar und Markenbotschafter der Sparkasse Hochschwarzwald näherbringt.

Durch seinen persönlichen Lebensweg hat Benjamin Rudiger gelernt, immer wieder aufs Neue spezielle Herausforderungen zu meistern und Lösungen zu finden. „Darin bin ich auch Profi“, sagt er. Das macht ihn zum perfekten Partner der Vereine.

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