Wie funktioniert automatische Anlageberatung?

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Bei der automatisierten Anlageberatung investieren Maschinen statt Menschen das Geld von Anlegern.

Zu den Anbietern gehören derzeit Start-ups und klassische Investmentfirmen.

Grob gesagt berechnet ein Computer aus historischen Werten und nach gewünschtem Risiko, in welche Anlageprodukte das Geld verteilt werden soll. Der Vorteil: Programme sind unabhängig und nicht von Emotionen getrieben – so die Befürworter. Zudem ist diese Form kostengünstiger, da weniger Mitarbeiter gebraucht werden.

Kann eine Maschine in Sachen Geldanlage die menschliche Denkfähigkeit ersetzen? Vergleichsdaten gibt es bisher nicht, da die Techniken erst wenige Jahre alt sind. Experten gehen davon aus, dass automatisierte Prozesse Einzug in die Anlageberatung halten werden. Allerdings – auch ein Algorithmus ist weder unfehlbar noch unabhängig. Gesellschaften, die automatisierte Anlageberatung anbieten, arbeiten teilweise mit bevorzugten Fondsgesellschaften zusammen und erhalten entsprechende Provisionen. Weiterhin funktionieren auch Märkte nach Emotionen und unvorhersehbaren Ereignissen und nicht nur nach rein mathematischen Konzepten. Experten sind sich daher einig, dass menschliche Beratung durch maschinelle Auswertungen ergänzt, aber nicht ersetzt werden kann.

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