Vor Jahresende noch an den Freistellungsauftrag denken!

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Es gibt sicher viele Dinge, die Sie noch bis zum Ende des Jahres erledigen möchten. Eins sollten Sie auf keinen Fall vergessen: den Freistellungsantrag für Kapitalerträge. Denn damit können Sie bares Geld sparen.

 

Haben Sie für Ihre Geldanlagen Zinsen bekommen oder mit Ihren Aktien Gewinne gemacht und Dividenden erhalten? Ohne Freistellungsauftrag werden diese mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent besteuert. Hinzu kommen weitere 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls 8 bis 9 Prozent Kirchensteuer, die ans Finanzamt gehen.

 

Mit einem Freistellungsauftrag verhindern Sie diesen Ertragsverlust ganz oder zumindest teilweise. Sie beauftragen Ihre Sparkasse oder Bank, anfallende Erträge vom Steuerabzug zu befreien. Die maximale Summe, die Sie pro Jahr freistellen können, liegt bei 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro bei Eheleuten. Das ist der Sparerpauschbetrag. Beträge, die darüber liegen, werden versteuert.

 

Sie haben Konten bei mehreren Finanzdienstleistern? Dann müssen Sie jedem Kreditinstitut einen eigenen Freistellungsauftrag erteilen. Achtung: Die Summe der einzelnen Freistellungsaufträge darf den Sparerpauschbetrag nicht übersteigen.
Unser Tipp: Überprüfen Sie Ihre Freistellungsaufträge noch vor Ende des Jahres auf ihre Aktualität und passen Sie sie gegebenenfalls an, damit Sie Ihren Freibetrag für das Jahr 2017 voll ausschöpfen und unnötige Abgaben ans Finanzamt vermeiden.

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