Verzicht auf Dividende – im Dienst der Energiewende

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Die Schwierigkeiten, die die Umsetzung der Energiewende bundesweit mit sich bringt, sind auch auf lokaler Ebene spürbar. Bei ihrer Gründung unter Federführung der Stadtwerke hatte die baden-württembergische Energie-Genossenschaft BürgerEnergie Region Mühlacker ihren Mitgliedern noch eine Gewinnausschüttung von fünf Prozent jährlich in Aussicht gestellt. Doch Ende 2013 musste sie ihnen angesichts der drastisch zurückgefahrenen Einspeisevergütungen für Solarstrom mitteilen, dass die Dividende bei maximal drei Prozent liegen werde. Daraufhin entschieden diese nahezu einstimmig, auf eine Ausschüttung zu verzichten und das Geld in neue Projekte zu investieren. So beschloss die Energiegenossenschaft unter anderem eine Beteiligung an dem Windpark in Donstorf in Niedersachsen. Damit umfasst ihr Projektportfolio nun vier Windparkbeteiligungen neben sechs Photovoltaikanlagen. Die fünf Windenergieanlagen in Donstorf gingen Ende 2011 in Betrieb. Ihre Jahreserzeugung beläuft sich auf 28,5 Millionen Kilowattstunden, dies entspricht dem Strombedarf von ca. 7.000 Mehrpersonenhaushalten. Damit werden jährlich 28.500 Tonnen CO2 eingespart.

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