Tausende Rentner zahlen 2016 erstmals Steuern

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Die Erhöhung ihrer Altersbezüge hat für viele Senioren unerwartete Folgen.

Die Bundesregierung hat Ende November eine Erhöhung der Rente bekannt gegeben. Damit überschreiten im kommenden Jahr 70.000 Rentnerinnen und Rentner die Grenze des Existenzminimums. Aufgrund des Rentensteuergesetzes aus dem Jahr 2005 werden sie deswegen Steuern zahlen müssen.

Seit Inkrafttreten dieses Gesetzes betrifft die Rentensteuer jedes Jahr mehr Ruheständler: 2016 werden knapp vier Millionen von ihnen Geld in die Staatskasse zahlen müssen. Das wäre ungefähr jeder fünfte Ruheständler.

Aufgrund der diesjährigen Rentenerhöhung rechnet das Bundesfinanzministerium allein 2016 mit Steuermehreinnahmen von 310 Millionen Euro. Bis 2040 steigt der Steuersatz um je zwei Prozent mit dem Jahr des Renteneintritts. Dafür können die Menschen aber in ihrer Erwerbszeit jährlich mehr steuerlich absetzen.

Die Besteuerung hängt nicht allein davon ab, ob der steuerpflichtige Teil der Rente den Grundfreibetrag übersteigt. Auch weitere Einkünfte, wie etwa Mieteinnahmen, spielen eine Rolle.

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