Sanieren für die Energiewende

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In Deutschland ist das typische Wohngebäude älter als 50 Jahre, etwa zwei Drittel sind älter als 35 Jahre. Erst eines von zehn Wohngebäuden ist voll gedämmt. Daher entfallen heute noch immer 35 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und 30 Prozent der deutschen CO2-Emissionen auf Gebäude. Für das Beheizen von Räumen und Wasser wird fast ein Drittel der deutschen Endenergie verwendet. Energetische Sanierungen sind also fast schon überfällig. Dabei reduziert sich ihr wirtschaftlicher Nutzen zwei Studien zufolge nicht nur auf eingesparte Energiekosten. Darüber hinaus gibt es weitere zentrale Effekte: etwa auf das Volkseinkommen, die Arbeitsplätze, die Energiewende, Innovationen und die Umwelt. Außerdem steigern Sanierungen den Wert des deutschen Immobilienvermögens maßgeblich. In der Summe ist die volkswirtschaftliche Bewertung von Sanierungsinvestitionen eindeutig positiv. Sie sind ein besonders wichtiger Hebel zur Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere in Privathaushalten, ein zusätzlicher Anschwung für die Konjunktur – und unverzichtbar für die Realisierung der Energiewende.

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