Pokémon Go: Mehr als nur ein Spiel …

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Die Welt ist im Pokémon-Fieber. Auch wenn Nutzer das Spiel gratis herunterladen können, bewegt es jede Menge Geld. Die spannendsten Finanzfakten rund um Pokémon Go.

Kann man mit Pokémon Go Geld verdienen?
Kann man. In Großstädten bieten Menschen Touren an, bei denen sie Pokémon-Go-Spieler zu den wichtigen Spielorten bringen. Auch Trainer gibt es schon, die Anfängern erste Tipps für das Spiel geben. Wer selbst Anbieter werden möchte, sollte sich beeilen: Möglicherweise wird der Hype schon bald abflachen.

Wie viel verdient der Hersteller eigentlich?
Millionen Nutzer laden sich weltweit täglich Pokémon Go herunter.   Allein in den USA soll es über 20 Millionen aktive Spieler geben. Für die ganze Welt gibt es keine zuverlässigen Schätzungen – zu dynamisch ist die Entwicklung in diesen Tagen.

Obwohl die App kostenlos ist, verdient der Hersteller Niantic  dennoch viel Geld. Wie viel genau, hat sich das Software-Unternehmen Surveymonkey gefragt und nachgerechnet. Ergebnis: Unter anderem durch die vielen möglichen In-App-Käufe verdient der Hersteller mit einem täglich aktiven Nutzer im Durchschnitt 25 US-Cent. Im Mobile-Gaming-Bereich ist das ein sehr guter Wert. Bei 30 Millionen Spielern weltweit wäre das ein Verdienst von 7,5 Millionen US-Dollar pro Tag. Auch andere Unternehmen verdienen blendend: Weil Apple 30 Prozent der Umsätze von App-Anbietern einbehält, prognostiziert das Bankhaus Needham dem iPhone-Hersteller in den kommenden zwei Jahren Gewinne in Höhe von bis zu drei Milliarden US-Dollar.

Kann Pokémon Go zur Kostenfalle werden?
Durchaus – Schätzungen zufolge verbraucht Pokémon Go zwischen fünf und 20 Megabyte die Stunde. Wer eine Datenflatrate mit mehreren Gigabyte Inklusivvolumen hat, kann Pokémon Go sorgenfrei nutzen. Nutzer, bei denen der Mobilfunkbetreiber nach dem Verbrauch abrechnet, sollten dagegen aufpassen, dass Pokémon Go nicht die Telefonrechnung in die Höhe treibt.
Vorsicht ist auch bei In-App-Käufen geboten. Wer schneller Fortschritte erzielen möchte, kann gegen Geld virtuelle Gegenstände kaufen, die ihm im Spiel helfen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt, dass so in kurzer Zeit hohe Kosten entstehen könnten.

Glückliche Aktionäre
Froh sein kann, wer vor dem Start des Spiels Nintendo-Aktien besaß. Während das Wertpapier seit Anfang 2016 stets rund um 15.000 Yen gehandelt wurde, stieg der Preis im Juli auf über 30.000 Yen – eine Wertsteigerung um über 100 Prozent. Hintergrund: Nintendo ist Vermarkter der Pokémon-Reihe, der die Anleger offenbar für die Zukunft viel zutrauen.

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