Was passiert mit alten Geldscheinen?

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Geldscheine bleiben in der Regel anderthalb bis zwei Jahre im Umlauf. Sie sind aus weicheren Materialien als Münzen und können daher schneller abgenutzt und beschädigt werden.

Unbrauchbare Geldscheine werden an die nationalen Zentralbanken, beispielsweise die Deutsche Bundesbank, zurückgeführt. Meist geschieht das durch Einrichtungen, die viel mit Bargeld zu tun haben, wie Banken oder den Einzelhandel. Aber auch Privatpersonen können unbrauchbar gewordene Geldscheine einreichen und diese umtauschen – sofern mehr als die Hälfte des Scheins vorliegt oder nachgewiesen wird, dass die fehlenden Teile von Geldscheinen, von denen die Hälfte oder weniger vorgelegt wird, vernichtet wurden und die Beschädigung nicht absichtlich erfolgte.

Die Zentralbanken sorgen dafür, dass einerseits der nötige Ersatz gedruckt wird und andererseits die unbrauchbaren Geldscheine entsorgt werden. Letztere werden von der Bundesbank (und den anderen nationalen Zentralbanken) geschreddert, in Brickets gepresst und einer anschließenden Verwertung zugeführt. Gelegentlich wird geschreddertes Geld auch als Geschenkidee angeboten.

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