Niedrigzinsen: Was Sie bei Immobilienkrediten beachten sollten

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Immobilienkredite und andere Kreditangebote sind im Moment so günstig wie noch nie. Der Grund: Der Leitzins der EZB befindet sich seit Längerem im Rekordtief. Dies soll vor allem ein attraktives Klima für Unternehmen schaffen, um Investitionen zu tätigen. Davon profitieren können natürlich auch private Kreditnehmer.

Doch Vorsicht: Die günstigen Zinsen können besonders bei einer langfristigen Immobilienfinanzierung leicht dazu verführen, sich zu übernehmen. Einer der Fallstricke ist die „Tilgungsfalle“. Wenn das durch niedrige Zinsen gesparte Geld nicht für eine erhöhte Tilgung des Kredites verwendet wird, dauert es bedeutend länger, einen Kredit zurückzuzahlen. Daher lohnt es sich, gerade in der Niedrigzinsphase eine höhere Anfangstilgung zu wählen.

Wer ewig abzahlt, erhöht außerdem das Risiko, später auch noch in die „Zinsfalle“ zu tappen. Denn die Niedrigzinsen gelten nicht automatisch für die gesamte Zeit, die man braucht, um einen Kredit abzuzahlen. Wenn die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist deutlich höher liegen, kann es für Kreditnehmer bei der Anschlussfinanzierung teuer werden. Wichtig ist daher, Zinssätze möglichst lange festschreiben zu lassen.

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