Nach der Zinsbindung

Leserbewertung:

Eine Immobilie kauft oder baut man meist mithilfe einer Baufinanzierung, bei welcher der Zinssatz mehrmals neu festgelegt wird.  Ist aber der Zinssatz zum Zeitpunkt der Finanzierung – wie derzeit der Fall – extrem niedrig, lohnt sich eine Zinsbindung über die gesamte Kreditlaufzeit, um einen steigenden Zinssatz nach deren Ablauf zu umgehen.

Üblicherweise werden 10 bis 15 Jahre Zinsbindung vereinbart, bei deren Ablauf der Kredit noch nicht vollständig getilgt ist. Dann steht eine Anschlussfinanzierung an. Hier gibt es vor allem zwei Möglichkeiten: die Prolongation (Kreditverlängerung beim bisherigen Kreditinstitut) oder die Umschuldung (Wechsel zu einem neuen Kreditinstitut).

Für beide Möglichkeiten kann man ein Forward-Darlehen nutzen: Es lohnt dann, wenn sich vor der Anschlussfinanzierung das Zinsniveau auf einem Tief befindet. Dabei legt sich der Kreditnehmer aber schon vorher auf die Konditionen fest, bevor die Zinsbindung ausläuft. Die Vorlaufzeit liegt zumeist bei maximal vier Jahren. Für diese Zinssicherheit berechnen Kreditinstitute aber meist einen Zinsaufschlag. So kann das Forward-Darlehen dann möglicherweise das tatsächliche Zinsniveau zum Zeitpunkt der Prolongation oder Umschuldung übersteigen und wäre damit teurer.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Forward-Darlehen.

Artikel bewerten:

Verwandte Artikel

Niedrigzinsen: Was Sie bei Immobilienkrediten beachten sollten

Immobilienkredite und andere Kreditangebote sind im Moment so günstig wie noch nie. Der Grund: Der...