Klimawandel: Was kostet uns das?

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Eigentlich haben wir Glück im Unglück: Deutschland (und in weitesten Teilen Europa) befindet sich in der gemäßigten Klimazone – wir sind nur „bedingt“ von der Erderwärmung betroffen. Doch auch uns belasten Hitzewellen und Überschwemmungen: gesundheitlich und finanziell. Allein das Elbehochwasser 2002 kostete uns gut neun Milliarden Euro, die Flut im Sommer 2014 knapp sieben Milliarden. Die Kosten der Hitzewelle 2003 bezifferte ein Wirtschaftsforschungsinstitut für ganz Europa auf 10 bis 17 Milliarden Euro. Laut Umweltbundesamt sind besonders Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere und pflegebedürftige Menschen von Hitzewellen betroffen. Und es wird nicht besser: Einer EU-Studie zufolge ist bis 2080 in Europa infolge des Klimawandels mit Verlusten von 20 bis 65 Milliarden Euro – jährlich – zu rechnen. Allein Überschwemmungsschäden würden sich auf knapp acht Milliarden Euro jährlich verdoppeln. Für verbesserten Küstenschutz würden jährlich europaweit zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Euro zusätzlich ausgegeben werden müssen.

Grund zur Entwarnung gibt es daher nicht.

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