Fracking: Muss das sein?

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Angesichts des Schiefergasbooms in den USA wird das Interesse der Politik und verschiedener Wirtschaftsvertreter an Fracking auch in Deutschland immer größer. Die geringen Preise sind eines ihrer Hauptargumente, die Gasförderung in niedrigen Gesteinsschichten auch hierzulande zu erlauben. Doch Berechnungen zeigen, dass die US-Endverbraucher davon nur minimal profitieren. In Deutschland ist Fracking aus verschiedenen Gründen umstritten. Erst Ende Juli hat das Umweltbundesamt ein Gutachten veröffentlicht, demzufolge es sich dabei um eine Risikotechnologie handelt und enge gesetzliche Leitplanken zum Schutz von Umwelt und Gesundheit braucht. Durch giftige Abwässer, Chemikalien und radioaktive Stoffe könne Fracking das Trinkwasser belasten. Daher fordert das Umweltbundesamt, dass es in Wasserschutz- und Heilquellschutzgebieten sowie anderen sensiblen Regionen wie Einzugsgebieten von Seen und Talsperren und Naturschutzgebieten untersagt werde. Auch aus Klimaschutzgründen sei Fracking kritisch. Ratsamer sei es, sich bei der Energiegewinnung stärker auf umweltverträgliche Energieformen wie die erneuerbaren Ressourcen zu konzentrieren.

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