Eigenkapitalquote als Zinsdrücker

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Über Jahrzehnte war es undenkbar, eine Immobilienfinanzierung zu bekommen, wenn man kein Eigenkapital hatte. Mittlerweile bieten einige Kreditinstitute aber auch die sogenannte Vollfinanzierung an.

Dafür sind zwei Faktoren Voraussetzung: Der Käufer verfügt über ein so gutes und stabiles Einkommen, dass er seine Schulden kontinuierlich abbezahlen kann. Und für den Fall, dass dies doch nicht klappt, bringt der Verkauf genügend Kapital, um den Kredit vollständig zurückzahlen zu können.

In der Regel gilt aber nach wie vor: Für eine Immobilienfinanzierung sollte man mindestens 20 bis 30 Prozent des Preises oder der Baukosten selber aufbringen. Kostet ein Haus etwa 500.000 Euro, muss man 100.000 bis 150.000 Euro selber finanzieren.

Ohnehin kostet die Finanzierung umso weniger, je höher die Eigenkapitalquote ausfällt. Denn die Kreditinstitute integrieren ihr Risiko in die Konditionen: Je größer der Eigenanteil, desto geringer ist das Risiko des Kreditgebers, bei einem Zahlungsausfall Verluste zu machen – und desto geringer der Zins.

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