EEG-Novelle: Eine Erleichterung für Privathaushalte?

Leserbewertung:

Im August tritt die Reform der Ökostromförderung in Kraft. Ende Juni hat der Bundestag die Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet, mit deren Hilfe die Regierung den Anstieg der Strompreise dämpfen will. Dabei machte die Regierung zwar keine Hoffnung auf sinkende Preise, kündigte aber an, die Umlage zur Ökostrom-Förderung zumindest stabil halten zu wollen. Das Berliner Denklabor Agora Energiewende, das einen EEG-Rechner entwickelt hat, geht davon aus, dass sie 2015 minimal sinkt. Dann werde sie wahrscheinlich zwischen 5,8 bis 6,2 Cent pro Kilowattstunde Strom liegen – je nach Entwicklung des Börsenstrompreises sowie der Wind- und Solarstromproduktion in diesem Sommer. Aktuell beträgt die Umlage 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Unterm Strich bedeutet das also tatsächlich keine Einsparungen für die Verbraucher:  Deutsche 4-Personen-Haushalte in Einfamilienhäusern haben einen durchschnittlichen Stromverbrauch von jährlich 4.400 Kilowattstunden. Für eine elektrische Warmwasserbereitung kommen gegebenenfalls jährlich 1.200 Kilowattstunden hinzu. So macht die erwartete Senkung eine Ersparnis von rund zehn Euro aus.

Artikel bewerten:

Verwandte Artikel

Rio de Janeiro: Kicken für Licht

Brasilien ist nicht nur das Austragungsland der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft gewesen – es ist auch das...

Beleuchtung bald noch energieeffizienter – und günstiger

LED gehört die Zukunft. Schon heute sind diese Leuchtdioden am sparsamsten im Stromverbrauch. Nicht umsonst...

Nur die Hälfte: Stromverbrauch von Klimaanlagen reduzieren

Mit dem zunehmenden Klimawandel steigen die Temperaturen auf der Erde – und damit wird das...

Grün investieren – in nachhaltige Geldanlagen

Weniger als zehn Prozent der Deutschen haben ihr Geld bislang nachhaltig angelegt – obwohl 70...

Klimawandel: Was kostet uns das?

Eigentlich haben wir Glück im Unglück: Deutschland (und in weitesten Teilen Europa) befindet sich in...