Die Preisträger Martha und Paul SchnieberDie Preisträger Martha und Paul Schnieber  
 

„Das Üben hat sich ausgezahlt!“

Die Preisträger im Porträt


Die Geschwister Paul und Martha Schnieber gewinnen einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und bekommen den Sparkassen-Sonderpreis für Familienensembles.

„Damit haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Paul Schnieber (15) lachend. Seine Schwester Martha (12) und er haben beim 47. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Lübeck einen 1. Bundespreis gewonnen – in der Kategorie Harfenensemble. Fast ein Jahr lang haben die beiden Bremer ihr Wertungsprogramm vorbereitet, haben unter der Woche und am Wochenende geübt und sich auch schon mal in die Haare gekriegt.

„Vor allem, wenn wir unterschiedlicher Meinung darüber waren, wie wir eine bestimmte Stelle spielen sollen“, sagt Martha. Ihr Wertungsprogramm – ein Stück von Bernard Andrès, John Thomas‘ Cambria und “Four Russian Folk Songs” – haben die Geschwister alleine zusammengestellt. Dafür haben sie im Vorfeld viele Harfen-CDs gehört und sind auf Konzerte gegangen.

Auf die Harfe gekommen sind die Kinder einer Klavierlehrerin und eines Gitarrenlehrers durch Zufall. Als sie drei und sechs Jahre alt waren, kauften die Eltern ihnen während eines Frankreichurlaubs eine kleine keltische Harfe. Was als Mitbringsel gedacht war, wurde bald zur Leidenschaft. Mit neun Jahren fing Paul an, an der Bremer Musikschule Unterricht auf der Konzertharfe zu nehmen. Martha begann ein Jahr später, mit sieben Jahren.

Eingespieltes Duo

2010 ist nicht das erste Mal, dass Paul und Martha an „Jugend musiziert“ teilnehmen. 2007 haben sie schon einmal im Duo teilgenommen, damals waren sie aber noch zu jung für den Bundeswettbewerb.

Vergangenes Jahr haben sie in der Kategorie „Besondere Ensembles“ gespielt, Martha an der Harfe, Paul mit der Geige und dazu noch ein Cello. „Wir sind aber mit 22 Punkten im Landeswettbewerb knapp an der Bundesebene vorbeigeschrammt.“ Damit es diesmal klappt, haben die Geschwister viele Stunden geübt, vor allem am Wochenende.

Ihre Freunde finden es toll, dass die beiden so musikbegeistert sind. „Ich musste mir noch nie doofe Kommentare anhören, zum Beispiel, dass Harfe doch ein Mädcheninstrument sei“, sagt Paul. Ob er in einigen Jahren auch Harfe studieren wird, weiß er aber noch nicht. „Momentan träume ich davon, einmal Komponist zu werden – Komponist von Filmmusik.“

Autor: Rötger Arnold


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