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Heinrich Haasis,  Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.  
 

Statement des Präsidenten

Fair. Menschlich. Nah. – Die Sparkassen-Finanzgruppe


Im Geschäftsbericht für das Jahr 2010 spricht Heinrich Haasis, seit Mai 2006 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), über die Sparkassen-Finanzgruppe, eine der größten Finanzdienstleistungsgruppen der Welt.

Mit dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2010 hat die Sparkassen-Finanzgruppe eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie die Finanzmarktkrise nicht nur gut überstanden hat. Vielmehr konnten die 429 Sparkassen ihre operativen Ergebnisse deutlich steigern und dadurch die Eigenkapitalsubstanz nochmals markant ausbauen. Damit wurde erneut bestätigt, dass sich das Prinzip der Dezentralität und der konsequenten geschäftlichen Ausrichtung auf die Regionen wie auf die realen Bedürfnisse der Menschen auch in einem schwierigen Gesamtumfeld bewährt.

In stürmischen Zeiten zogen die Sparkassen die Schirme nicht ein – im Gegenteil. Gemeinsam mit ihren Verbundpartnern stellten sie der mittelständischen Wirtschaft ausreichend Kapital zur Verfügung und hatten damit entscheidenden Anteil an der raschen und im internationalen Vergleich einmaligen konjunkturellen Erholung. Sie steigerten die Vergabe neuer Kredite an Unternehmen und Selbständige nochmals deutlich auf 64,2 Mrd. EUR und stärkten mit ungebrochenen Förderaktivitäten auch die regionalen Strukturen zum Nutzen und Wohlergehen der dort lebenden Menschen.

Es überrascht deshalb nicht, dass den Sparkassen in vielen Umfragen besonderes Vertrauen ausgesprochen und ihr Stellen wert für die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in deutlich zunehmendem Maße anerkannt wird.

Maximale Gewinnerzielung ohne Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen der Menschen hat sich als ein teurer Irrtum erwiesen. Kundenorientierung, soziale und gesellschaftliche Verantwortung, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind wieder gefragt. Diese Grundwerte gelten für die Sparkassen seit mehr als 200 Jahren.

Die hohe Zustimmung zu diesen von uns gelebten Werten und die erhöhte Akzeptanz unseres Geschäftsmodells sind für die Sparkassen Ansporn, die vielfältigen Herausforderungen, mit denen sich unsere Gruppe konfrontiert sieht, zielgerichtet und konsequent anzugehen.

Das gilt zuvörderst für eine neue und effiziente Landesbankenstruktur. Notwendig ist, die Kapazitäten der Landesbanken auf eine Größenordnung zurückzuführen, die durch stabile Geschäftsfelder ausgelastet werden kann. Damit sollte auch der Druck vermindert werden, wegen bestehender Überkapazitäten in zu risikoreiche Geschäftsfelder auszuweichen. Dieser Prozess ist im Gange.

Auch die aktuellen Diskussionen um eine strengere Regulierung der Finanzmärkte oder die Neugestaltung der Bankenaufsicht sind für die Sparkassen-Finanzgruppe von elementarer Bedeutung. Es wäre ein fataler volkswirtschaftlicher Irrweg, nun mit den Sparkassen diejenigen in besondere finanzielle Haftung zu nehmen, die entscheidend zur raschen Überwindung der Krise beigetragen haben – während deren Verursacher glimpflich davonkommen und schon wieder damit beginnen, die Belastbarkeit der Finanzmärkte auszutesten.

Die Sparkassen sind, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, hocheffiziente Träger volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung. Sie haben 2010 eine sehr solide Basis für eine Fortsetzung des Erfolges auch im laufenden Jahr gelegt. Das sind beste Voraussetzungen, um die vor uns liegenden Herausforderungen mit Optimismus und Entschlossenheit anzugehen.
 


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