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23. Juli
Sparerpauschbetrag - bevor der Fiskus abzwackt  
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Sparer-Pauschbetrag

Der Sparerpauschbetrag hilft Steuern sparen


Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag bei der Einkommensteuer. Dadurch können Sie Kapitaleinkünfte (z. B. Zinsen und Dividenden) bis zur Höhe von 801 Euro pro Jahr steuerfrei kassieren.

Aus dem Sparerfreibetrag von 750 Euro und der Werbungskostenpauschale von 51 Euro wurde mit der Einführung der Abgeltungsteuer der Sparerpauschbetrag von 801 Euro. Für Ehepaare verdoppelt sich der Betrag auf 1.602 Euro. Der Sparerpauschbetrag wird nicht nur auf Zinsen und Dividenden angewandt, sondern auch auf Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen.

Grenze schnell erreicht

Dieser Sparerpauschbetrag wird bereits ausgeschöpft, wenn ein Alleinstehender 26.700 Euro zu 3 Prozent anlegt. Ein Ehepaar kann 53.400 Euro zu 3 Prozent steuerfrei anlegen. Höhere Kapitalerträge unterliegen dann der Abgeltungssteuer, die vom Kreditinstitut direkt an das Finanzamt abgeführt wird.

Wie bekommt man den Sparerpauschbetrag?

Der Sparerpauschbetrag wirkt nur dann, wenn Sie einen entsprechenden Freistellungsauftrag bei Ihrer Sparkasse oder Depotbank eingereicht haben. Sie können den Sparerpauschbetrag aber auch splitten und auf mehrere Freistellungsaufträge bei verschiedenen Instituten verteilen. Natürlich dürfen Sie insgesamt die Summe von 801 Euro pro Person bzw. 1.602 Euro bei verheirateten, gemeinsam veranlagten Ehepaaren, nicht überschreiten.

So wirkt der Sparerpauschbetrag – ein Rechenbeispiel

Sie haben in einem Jahr einen Ertrag aus Dividenden und Zinsen von 1.200 Euro erzielt. Ihr Sparerpauschbetrag von 801 Euro verringert den zu versteuernden Gewinn auf 399 Euro. Von diesen 399 Euro führt Ihre Sparkasse oder Ihre Depotbank 25 Prozent  Abgeltungssteuer, also 99,75 Euro, an das Finanzamt ab. Wenn Sie keinen Freistellungsantrag abgegeben haben und den Sparerpauschbetrag nicht nutzen, gehen aber 25 Prozent des Gesamtgewinns von 1.200 Euro, also 300 Euro, sofort an das Finanzamt.

Der Steuerabzug ist aber auch dann nicht unwiederbringlich für Sie verloren. Sie können die zu viel gezahlte Steuer über Ihre Einkommensteuererklärung wieder zurückholen.

Informieren Sie sich auch über die Abgeltungsteuer.

Autor: Werner Block


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