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16. April
Sparer-Pauschbetrag - bevor der Fiskus abzwackt  
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Sparer-Pauschbetrag

Der Sparerfreibetrag hat einen neuen Namen


Mit der Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 sind für Sparer und Anleger einige Änderungen gekommen. Neben einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz sind dies u. a. die Abschaffung der Spekulationsfrist und der Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens.

Der Sparer-Pauschbetrag seit dem 1. Januar 2009

Aus dem Sparerfreibetrag von 750 Euro und der Werbungskostenpauschale von 51 Euro wurde mit der Einführung der Abgeltungsteuer der Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro. Für Ehepaare verdoppelt sich der Betrag auf 1.602 Euro. Der Sparer-Pauschbetrag wird nicht nur auf Zinsen und Dividenden angewandt, sondern auch auf Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen.

Steuern sparen über den Sparer-Pauschbetrag hinaus

Dieser Sparer-Pauschbetrag wird bereits ausgeschöpft, wenn ein Alleinstehender 26.700 Euro zu 3 Prozent anlegt. Ein Ehepaar kann 53.400 Euro zu 3 Prozent steuerfrei anlegen. Dennoch gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie trotz der Einschränkungen durch den Sparer-Pauschbetrag steuersparend Geld anlegen können.

TIPPS ZUM STEUERN SPAREN IM ÜBERBLICK:

  • Vermögensteile auf Kinder überschreiben
  • Anlagen mit jährlicher Ausschüttung wählen
  • Zinsauszahlung auf den Ruhestand verlegen
  • Steuerbegünstigte Riester-Rente abschließen

Tipp 1: Vermögensteile auf Kinder überschreiben

Eltern können Steuern sparen, wenn sie Vermögen auf ihre Kinder übertragen. Sollten aber die Kapitalerträge des Kindes den Sparer-Pauschbetrag übersteigen, müssen Eltern für ihr Kind beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen und bei ihrer Sparkasse abgeben. Erst dann werden die Kapitalerträge steuerfrei an ihr Kind ausgezahlt. Für Kinder über 18 Jahre gilt die Obergrenze von 7.680 Euro für Einkünfte und Bezüge im Jahr.

Sollte dieser Betrag überschritten werden, verlieren die Eltern den Anspruch auf Kindergeld, Kinder- und Ausbildungsfreibeträge und den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mit Steuerklasse II. Und es gibt eine zweite Grenze: Bei Einnahmen von über 4.320 Euro jährlich kann Ihr Kind nicht mehr bei Ihnen in der gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sein.

Es muss (kostenpflichtig) extra krankenversichert werden. Zinsen und Dividenden aus Aktien oder Fonds werden dabei voll mitgezählt. Ist das Geld dann einmal übertragen, gehört es den Kindern. Wenn Eltern dennoch darauf zurückgreifen, kann es zu Komplikationen kommen – mit dem Finanzamt oder den Kindern.

Tipp 2: Anlagen mit jährlicher Ausschüttung wählen

Geldanlagen, bei denen die Zinsen jährlich ausgeschüttet werden, sind steuerlich vorteilhafter, als wenn sich die Zinsen über einen längeren Zeitraum ansammeln. Denn bei einer kompletten Auszahlung am Ende der Laufzeit wird der steuerliche Freibetrag schnell erreicht.

Tipp 3: Zinsauszahlung auf Ruhestand verlegen

Günstig ist es, wenn die Zinsen erst dann fällig werden, wenn die individuelle Steuerbelastung nicht mehr so hoch ist. Das ist zumeist im Ruhestand der Fall.

Tipp 4: Riester-Rente ist steuerbegünstigt

Wenn Sie sparen, um im Alter neben der Rente noch ein Zusatzeinkommen zu haben, sollten Sie an eine private Rente denken. Gerade unter steuerlichen Aspekten lohnt sich die Riester-Rente.

Fragen Sie Ihren Berater bei der Sparkasse nach weiteren Anlagealternativen, bei denen Sie Ihren Sparer-Pauschbetrag optimal ausschöpfen können.

Informieren Sie sich auch über die neue Abgeltungsteuer.

Autor: Werner Block


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