Was ist das wesentliche Ziel der neuen gesetzlichen Vorschriften zum Zahlungsrecht?
Die neuen Richtlinien sollen EU- und EWR-weit die Abwicklung von Zahlungsdiensten vereinheitlichen. Ziel der EU-Kommission ist es insbesondere, grenzüberschreitende Zahlungen künftig effizienter zu gestalten, den Wettbewerb zu steigern und die Preise für Verbraucher zu senken. Dadurch soll der einheitliche Binnenmarkt für Zahlungsdienste gefördert werden.
Was verändert sich für mich konkret?
Die Umsetzung der PSD erfordert eine Anpassung bestehender Verträge und Kundenbedingungen an die neuen gesetzlichen Regelungen. Künftig werden Sie zum Beispiel noch umfassender über die jeweiligen Zahlungsdienste informiert. Für Sie als Kunden ist zudem von Vorteil, dass sich in einigen Bereichen Ihr Haftungsrisiko reduziert. Darüber hinaus setzt die PSD bzw. deren nationales Umsetzungsgesetz schnellere Ausführungsfristen für Zahlungen innerhalb der EU / des EWR fest.
Warum bekomme ich neue Bedingungen zum Zahlungsverkehr zugeschickt?
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verpflichten die Sparkassen, Sie über die Änderungen direkt zu informieren. Ein einfacher Hinweis an jeden Kunden reicht dabei nicht, vielmehr erhält jeder Kunde ein Schreiben, in dem die wesentlichen Änderungen der Geschäftsbedingungen erläutert werden.
AGB kenne ich, aber was heißt „besondere Bedingungen für den Zahlungsverkehr“?
Die AGB enthalten die grundlegenden Bedingungen für die Geschäftsbeziehung zwischen Ihnen und Ihrer Sparkasse. Die AGB gelten daher, wie ihr Name sagt, ganz allgemein. Für besondere Geschäfte und Vereinbarungen ist es notwendig und sinnvoll, weitergehende Regelungen zu vereinbaren. So gelten z. B. für die Abwicklung von Überweisungen und Lastschriften ergänzend besondere Bedingungen, die nun ebenfalls an die neue Rechtslage angepasst werden.
Woher weiß ich genau, was wichtig für meine bestehenden Verträge ist?
Der Informationsbroschüre Ihrer Sparkasse sind „Erläuterungen zur Änderung unserer Geschäftsbedingungen“ beigefügt. Sie geben Ihnen zu allen wichtigen Punkten eine Orientierung. Die Relevanz dieser Erläuterungen hängt von der Nutzungsweise Ihrer Konten sowie der angebotenen Produkte ab. Falls Sie weitere Informationen wünschen, steht Ihnen Ihr Kundenberater nach Terminvereinbarung gerne zur Verfügung.
Was ist der Unterschied zwischen SEPA und PSD?
SEPA (Single Euro Payments Area) basiert auf selbstverpflichtenden Standards und Regelwerken für die neuen SEPA-Zahlungsinstrumente, zu denen sich die Kreditwirtschaft verpflichtet hat. Die PSD (Payment Services Directive) als europäische Richtlinie ist ein verbindlicher, hoheitlicher Rechtsrahmen, der durch die Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden muss. Sie bildet europaweit eine einheitliche rechtliche Grundlage insbesondere für die neuen SEPA-Lastschriften, aber auch für die Zahlungsverkehrsabwicklung insgesamt.
Muss ich zukünftig von den gewohnten Sicherheitsstandards der Sparkasse Abstriche befürchten, weil die neuen gesetzlichen Regelungen europäische Anforderungen umsetzen?
Nein, die gewohnt hohen Sicherheitsstandards Ihrer Sparkasse bleiben weiterhin bestehen.
| Lesen Sie auch: |
| PSD Mobile Banking Prepaid Kreditkarte |
| zurück | nach oben |