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31. Juli
Mit Wohn-Riester in die eigenen vier Wände  
 

Wohn-Riester – der schnellere Weg ins Eigenheim

Immobilienkauf leicht gemacht mit Wohn-Riester


Riester-Sparer können jetzt ihre Vorsorge-Beiträge auch in einen Bausparvertrag einzahlen oder eine Baufinanzierung tilgen. Eigenheimrente oder „Wohn-Riester“ heißt die neue Form der Altersvorsorge. Aber wie funktioniert das? Die wichtigsten Fragen dazu beantwortet Kathrin Hartwig von der Landesbausparkasse.

Was ist die neue Eigenheimrente?

Bislang gab es Riester-Zulagen nur für private Rentenversicherungen, Fondssparprodukte und Banksparpläne. Mit dem Eigenheimrentengesetz wird selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge gleichberechtigt gefördert. Gleichzeitig werden auch Einzahlungen auf Bausparverträge förderfähig. Damit hat der Gesetzgeber ein millionenfach bewährtes Instrument zur Bildung von Eigenkapital und zur sicheren zinsgünstigen Finanzierung in die Förderung der Altersvorsorge integriert.

Wofür kann ich die Eigenheimrente einsetzen?

Die neue Förderung kann für den Kauf, Bau oder zu Beginn der Auszahlungsphase für die Entschuldung einer selbst bewohnten Immobilie oder den Erwerb von Anteilen an Wohnungsgenossenschaften eingesetzt werden. Außerdem können die staatlichen Zulagen für die Tilgung von Wohnbau- und Bauspardarlehen verwendet werden. Voraussetzung ist immer, dass sich die Immobilie in Deutschland befindet, nach dem 31. Dezember 2007 gekauft bzw. gebaut wurde und selbst genutzt wird. Auch der Erwerb von Dauerwohnrechten, etwa in einem Seniorenheim, wird seit 1. Januar 2008 gefördert.

Kann ich mit Riester auch mein Haus modernisieren?

Nein, Modernisierungs- und Energiesparmaßnahmen werden nicht gefördert.

Ich habe bereits einen Riester-Vertrag – wie wechsle ich? 

Wer kurzfristig eine Immobilie kaufen möchte, darf einen beliebigen Betrag bis zu 75 Prozent oder den gesamten Betrag nach Abschluss des Kaufvertrags aus dem bisherigen Riester-Vertrag entnehmen und diese Summe vollständig zur Finanzierung des neuen Wohneigentums einsetzen. Der Sparer kann also in diesem Fall schon weit vor Rentenbeginn das angesparte Riester-Guthaben nutzen. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2008 geschlossen wurden, gilt eine Übergangsregelung: Riester-Sparer, die in 2008 oder 2009 Geld aus einem solchen Vertrag entnehmen wollen, müssen mindestens 10.000 Euro entnehmen.

Wird zur Finanzierung eingesetztes Riester-Vermögen als Eigenkapital anerkannt?

Ja, das auf einem bestehenden Riester-Vertrag angesparte Kapital wird von den Landesbausparkassen und Sparkassen als Eigenkapital anerkannt. Ein großer Vorteil für Bauherren und Käufer, denn in der Regel gilt: Je mehr eigene Mittel vorhanden sind, desto niedriger fällt die monatliche Belastung für das Darlehen aus.

Wie wird die Eigenheim-Rente besteuert und was ist das Wohnförderkonto?

Wie bei allen Riester-Produkten gilt: Bis zum Eintritt in den Ruhestand sind die Beiträge grundsätzlich steuerfrei, in der Auszahlungsphase muss die Riester-Rente dann versteuert werden. Bei der Eigenheimrente fließt naturgemäß kein monatlicher Geldbetrag, der besteuert werden könnte. Die geförderten Tilgungsbeiträge (Zulage und Eigenleistung) und gegebenenfalls der Entnahmebetrag werden auf dem „Wohnförderkonto“ erfasst und ab dann bis zum Eintritt in den Ruhestand mit 2 Prozent jährlich verzinst. Auf diese Summe zahlt der Förderberechtigte dann Steuern. Er kann sich aber auch seiner Steuerschuld zu Beginn des Ruhestands auf einen Schlag entledigen und muss dann nur auf 70 Prozent des auf dem fiktiven Wohnförderkonto erfassten Betrags Einkommensteuer gemäß seinem individuellen Steuersatz zahlen. Alternativ kann der Betrag über einen Zeitraum von maximal 25 Jahren bis zum 85. Lebensjahr versteuert werden. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt vom individuellen Steuersatz des Rentners ab.

Was passiert, wenn ich mein Haus verkaufe?

Wer sein Haus wieder verkauft, muss den Betrag aus dem Wohnförderkonto innerhalb von vier Jahren in eine andere selbst genutzte Immobilie investieren oder innerhalb eines Jahres wieder in einen riestergeförderten Altersvorsorgevertrag einzahlen. Dann bleibt die Förderung in vollem Umfang erhalten. Anderenfalls gilt der Verkauf als schädliche Verwendung und die auf dem Wohnförderkonto erfassten Beträge sind als Leistungen aus dem Altersvorsorgevertrag mit dem persönlichen Steuersatz voll zu versteuern.

Autor: Werner Block


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