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Deutsche Olympioniken begeistert empfangen

Rang sechs in der Nationenwertung


Drei Tage nach dem Ende der 30. Sommerspiele in London legte die „MS Deutschland“ mit rund 200 deutschen Olympioniken in der Hamburger HafenCity an. Im Gepäck hatten die Sportler, die von tausenden Fans enthusiastisch begrüßt wurden, insgesamt 44 olympische Medaillen - drei mehr als 2008.

„Die deutsche Mannschaft hat einen glänzenden Auftritt hingelegt“

„Bei den Spielen selbst ist man ja immer etwas abgekapselt. Hier bekommen wir jetzt so richtig mit, welche Euphorie zuhause herrscht“, freute sich Silber-Turner Fabian Hambüchen mit Blick auf das dichte Spalier direkt am Kai. Mit der öffentlichen Willkommensfeier knüpfte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) an die Party vor zwei Jahren in München an, als nach den Spielen in Vancouver auf dem Marienplatz mehr als 10.000 Zuschauer die Athleten bejubelt hatten.

Die gemeinsame Rückkehr sollte „noch einmal Olympia-Begeisterung in die Bevölkerung tragen“, so DOSB-Präsident Thomas Bach, der sich mit dem sportlichen Abschneiden des „Teams Germany“ nach insgesamt 302 Entscheidungen überaus zufrieden zeigte. Elf Goldmedaillen, 19 mal Silber und 14 mal Bronze bedeuteten Platz sechs in der Nationenwertung hinter den USA, China, Großbritannien, Russland und Südkorea.

„Die deutsche Mannschaft hat einen glänzenden Auftritt hingelegt, sie hat sich hervorragend geschlagen“, bilanzierte der DOSB-Präsident. „Meine persönlichen Erwartungen hat sie übertroffen. Dass sie im härtesten Wettbewerb der olympischen Geschichte mehr Medaillen gewinnt als in Peking, hätte ich nicht erwartet.“

Franziska Weber: Von der „Eliteschülerin des Jahres“ zum Olympiasieg

Als besonders erfolgreich zeigten sich in London einmal mehr die Kanuten und die Ruderer mit drei bzw. zwei Goldmedaillen sowie die Vielseitigkeitsreiter um Doppel-Olympiasieger Michael Jung. Auch Franziska Weber aus Potsdam durfte ganz oben auf dem Podest stehen, nachdem sie gemeinsam mit Tina Dietze im Kajak-Zweier über 500 Meter als Erste ins Ziel gepaddelt war.

Als der Deutsche Sparkassen- und Giro-Verband (DSGV) als nationaler Förderer der bundesweit 39 „Eliteschulen des Sports“ vor drei Jahren zum ersten Mal die „Eliteschüler des Jahres“ kürte, war Franziska Weber diese Ehrung als erster Sportlerin zuteil geworden.

Im vergangenen Jahr ging der Preis an Leichtathletin Gesa Felicitas Kraus aus Frankfurt am Main, die in London über 3.000 Meter Hindernis bis ins olympische Finale lief – ebenso wie Antje Möldner-Schmidt von der „Eliteschule des Sports“ in Potsdam.

Dass die „Eliteschulen des Sports“ im nationalen Sportförderkonzept eine tragende Rolle spielen, lassen auch die folgenden Zahlen erkennen: Von den 391 deutschen Sportlerinnen und Sportlern, die in London an den Start gingen, waren 109 aktuelle oder ehemalige Eliteschüler – und rund die Hälfte aller gewonnenen Medaillen wurde von ehemaligen Eliteschülern errungen.

Autor: Thorsten Herold


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