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24. Juli
Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr - einfach möglich durch SEPA  
 

Die SEPA-Lastschrift

Geldeinzüge in Deutschland und Europa


Mit den einheitlichen, europaweit funktionierenden SEPA-Lastschriftverfahren können Sie fällige Rechnungsbeträge per Lastschrift sowohl innerhalb Deutschlands als auch in Europa einziehen.

DIE SEPA-BASIS-LASTSCHRIFT AUF EINEN BLICK:

  • Europaweite Nutzung (31 EU-/EWR-Staaten plus Monaco, San Marino und Schweiz)
  • Exaktes Fälligkeitsdatum für die Kontobelastung
  • Erstattungsanspruch von acht Wochen ab Belastung ohne Angabe von Gründen
  • Verwendung von IBAN und BIC zur Kennzeichnung der Konto- und Bankverbindung
  • SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug erforderlich
  • Mehr Transparenz durch Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer des Einreichers
  • 140 Zeichen für den Verwendungszweck

BESONDERHEITEN DER SEPA-FIRMEN-LASTSCHRIFT:

  • Der Zahlungspflichtige darf kein Verbraucher sein
  • Kein Erstattungsanspruch des Zahlungspflichtigen nach erfolgter Einlösung

SEPA-Lastschriftmandat erforderlich


Voraussetzung für den Einzug per SEPA-Lastschrift ist das SEPA-Lastschriftmandat. Es ermächtigt Ihr Unternehmen als Zahlungsempfänger, den fälligen Betrag vom Konto des Kunden (Zahlungspflichtiger) einzuziehen. Zusätzlich wird das Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen zur Einlösung der Lastschrift angewiesen.

Weiternutzung bereits erteilter Einzugsermächtigungen im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren möglich

Für Ihnen bereits vor dem 1. Februar 2014 erteilte Einzugsermächtigungen müssen Sie keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen. Die Deutsche Kreditwirtschaft hat im Juli 2012 ihre Kundenbedingungen angepasst. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass bereits erteilte Einzugsermächtigungen vom Zahlungsempfänger als Lastschriftmandat im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren weitergenutzt werden können.

Sie informieren Ihre Kunden lediglich noch über die jeweilige Mandatsreferenz, Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer und den Zeitpunkt des Wechsels auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.

Neue Lastschriftmandate bei SEPA-Firmen-Lastschriften notwendig

Aufgrund der rechtlichen Ausgestaltung der SEPA-Firmen-Lastschrift kann keine Weiternutzung der bereits bestehenden Abbuchungsaufträge erfolgen. Hier müssen Sie ein neues SEPA-Firmen-Lastschrift-Mandat einholen.

Eine eindeutige Mandatsreferenz

Für jedes SEPA-Lastschriftmandat muss Ihr Unternehmen eine eindeutige Mandatsreferenz vergeben, die bei allen SEPA-Lastschriften anzugeben ist. In Verbindung mit Ihrer individuellen Gläubiger-Identifikationsnummer, die Sie für Ihr Unternehmen kostenfrei online bei der Deutschen Bundesbank beantragen, kann damit jedes Mandat eindeutig identifiziert werden. Das SEPA-Lastschriftmandat gilt unbefristet bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen.

Bitte beachten Sie, dass ein Mandat automatisch verfällt, wenn Sie nicht binnen 36 Monaten seit letztem Einzug eine Folgelastschrift einreichen. Wollen Sie nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften einziehen, müssen Sie auch ein neues SEPA-Lastschriftmandat vom Zahlungspflichtigen einholen. Besonderheit beim Firmenlastschrift-Mandat: Der Zahlungspflichtige muss seine Sparkasse über das erteilte Mandat in Kenntnis setzen.

Das SEPA-Lastschriftmandat (PDF)

Das SEPA-Firmen-Lastschrift-Mandat (PDF) 

Fälligkeitsdatum beachten

Ein Vorteil der SEPA-Lastschrift ist die Vereinbarung eines konkreten Fälligkeitsdatums, an dem die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen erfolgt. Hierfür müssen Sie die SEPA-Lastschrift zum Einzug so einreichen, dass sie dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen rechtzeitig vorliegt. Bei Erst- und Einmallastschriften der SEPA-Basis-Lastschrift müssen diese mindestens fünf Geschäftstage, bei wiederkehrenden Lastschriften mindestens zwei Geschäftstage vor Fälligkeit bei dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorliegen.

Die SEPA-Firmen-Lastschrift muss mindestens einen Geschäftstag vor Fälligkeit (sowohl Erst- und Folgelastschriften) beim Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorliegen. Durch die Einführung eines konkreten Fälligkeitsdatums bei der SEPA-Lastschrift verbessern Sie Ihr Liquiditätsmanagement und können Zahlungsströme auf den Tag genau steuern. Dies ist besonders für europaweit agierende Unternehmen interessant.

Als Variante des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens können Sie auch die neue Euro-Express-Lastschrift (COR1-Lastschrift) nutzen, bei der SEPA-Basis-Lastschriften nur noch einen Bankgeschäftstag vor Fälligkeit bei dem Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen vorliegen müssen. Sie erhalten somit Ihr Geld schneller und haben zudem einheitliche Fristen für Erst- und Folgelastschriften.

Die für Sie relevanten Vorlagefristen bei Ihrer Sparkasse entnehmen Sie bitte der Inkassovereinbarung bzw. dem Preis- und Leistungsverzeichnis.

Erstattungsfrist für den Zahlungspflichtigen

Die Erstattungsfrist für den Zahlungspflichtigen beträgt bei der SEPA-Basis-Lastschrift acht Wochen nach dem Zeitpunkt der Kontobelastung. Bei einem nicht erteilten oder gelöschten Mandat (unautorisierte Lastschrift) gilt der Erstattungsanspruch des Zahlungspflichtigen bis zu 13 Monate.

Meldepflichten bei grenzüberschreitenden Lastschriften

Bei Lastschriften über 12.500 Euro in das oder aus dem Ausland besteht eine Meldepflicht an die Deutsche Bundesbank. Für Fragen zum Thema Meldepflicht (Einreichungsweg, Meldefristen etc.) steht Ihnen die kostenfreie Hotline der Deutschen Bundesbank unter der Telefonnummer 0800 1234-111 zur Verfügung.

Flyer zur SEPA-Lastschrift (PDF)

Autorin: Marlen Schenk


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