Informieren Sie sich jetzt zum Thema Rating
Was bedeutet Basel II für mein Unternehmen?
Die aktuelle Eigenkapitalvereinbarung des Baseler Bankenausschusses (Basel II) besagt: Je besser die Bonität Ihres Unternehmens, desto weniger Eigenkapital muss die Sparkasse für Ihre Kredite zurücklegen. Diesen Vorteil gibt sie über günstigere Konditionen an Sie weiter.
Basel III wird ab 2013 wirksam – Was verbirgt sich dahinter?
Mit Basel III werden die Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise in konkreten Vorgaben für die Banken formuliert. Unter anderem werden Kreditinstitute zukünftig mehr Eigenkapital für Ihre Kredite vorhalten müssen.
Wie wird sich Basel III auf mein Unternehmen auswirken?
Die verschärfte Eigenkapitalvereinbarung kann für die Kreditinstitute zu höheren Kosten führen. Diese reichen sie möglicherweise über die Konditionen an ihre Kunden weiter. Ob und wie sich Basel III auf Ihre Kreditfinanzierung auswirkt, wird sich erst in der Praxis zeigen. Eines ist aber sicher: Eine gute Rating-Note ist weiterhin die beste Voraussetzung für günstige Kreditkonditionen.
Was ist ein Rating?
Rating ist das englische Wort für (Ein-)Stufung. Beim Rating wird Ihr Unternehmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln durchleuchtet. Es bekommt eine Note, die beim Rating-Verfahren Ihrer Sparkasse zwischen 1 und 18 liegt. Die Rating-Note gibt Aufschluss über die Bonität (Kreditwürdigkeit) Ihres Unternehmens.
Was wird beim Rating analysiert?
Sowohl Bilanzkennzahlen als auch qualitative Faktoren zur Situation Ihres Unternehmens fließen in das Rating-Ergebnis ein.
Welche Kriterien in Ihrem Fall zum Tragen kommen, hängt unter anderem von der Größe, der Rechtsform und dem Tätigkeitsschwerpunkt (Wirtschaftssektor) Ihres Unternehmens ab. So werden die Schwerpunkte bei einem Handwerksbetrieb anders gesetzt als bei einen überregional tätigen Industriebetrieb oder einem Existenzgründer.
Wann wird das Rating durchgeführt?
Ihre Sparkasse erstellt sowohl bei Kreditanträgen als auch bei jeder laufenden Bonitätsprüfung ein neues, auf aktuellen Daten basierendes Rating.
Welchen Einfluss hat das Rating auf die Kreditvergabe?
Das Rating bereitet eine Kreditentscheidung vor, ersetzt sie jedoch nicht. Die Rating-Note liefert Ihrem Berater eine objektive Entscheidungsgrundlage. Andere Kriterien – wie zum Beispiel Sicherheiten, Kreditvolumen, Laufzeit und Verwendungszweck – können jedoch ebenfalls entscheidend sein.
Maßgeblichen Einfluss hat das Rating vor allem auf die Konditionen Ihres Kredites.
Gilt das Rating auch für Freiberufler?
Ja, mit dem Unterschied, dass die Sparkasse die Einnahmen-Überschuss-Rechnung an Stelle des Jahresabschlusses zugrunde legt. Außerdem werden die persönlichen Verhältnisse des Kunden berücksichtigt, wie zum Beispiel Ausbildung und Erfahrung.
Veröffentlicht die Sparkasse das Rating-Ergebnis?
Nein, das Rating-Ergebnis fällt unter das Bankgeheimnis. Sie selbst erfahren natürlich die Note – und auf Wunsch auch mehr über ihr Zustandekommen. Ihre Sparkasse kann Ihnen ein detailliertes Stärken-Potential-Profil zur Verfügung stellen.
Was ist der Unterschied zwischen einem internen und einem externen Rating?
Das interne Rating wird von Ihrer Sparkasse mithilfe der einheitlichen Rating-Verfahren der Sparkassen-Finanzgruppe durchgeführt.
Beim externen Rating beauftragen Sie als Unternehmer eine unabhängige Rating-Agentur. Das Ergebnis des externen Rating wird in der Regel veröffentlicht und erleichtert Investoren, Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten, sich von der Bonität Ihres Unternehmens zu überzeugen.
Wo erhalte ich weiterführende Informationen zum Sparkassen-Rating?
Ihr Kundenberater informiert Sie gern persönlich über dieses Thema. Ergänzend können Sie im Sparkassen-Shop* Broschüren und Ratgeber über die Rating-Verfahren der Sparkassen-Finanzgruppe bestellen.
Wie kann ich mein Rating beeinflussen?
Vereinbaren Sie am besten gleich einen Gesprächstermin mit Ihrem Berater. Erarbeiten Sie gemeinsam einen Plan, wie Sie Ihr Unternehmen gut auf das Rating vorbereiten.
Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Berater im Dialog bleiben. Lassen Sie ihm regelmäßig alle relevanten Unterlagen zukommen und halten Sie die getroffenen Verabredungen ein.
Sprechen Sie offen über Erfolge, Misserfolge und Ihre weiteren Planungen. Auch über absehbare Liquiditätsengpässe sollten Sie Ihren Berater rechtzeitig informieren.
*Sie werden zum SparkassenShop weitergeleitet (ein Angebot des Deutschen Sparkassenverlags).
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