Franchise - ein bewährtes Geschäftsmodell
Das Prinzip ist einfach: Ein auf dem Markt bereits etabliertes Unternehmen (der Franchise-Geber) räumt mehreren Partnern (den Franchise-Nehmern) das Recht ein, mit seinen Produkten oder Dienstleistungen und unter seinem Namen ein Geschäft zu betreiben.
Beste Startbedingungen
Ein großes Plus für den Franchise-Nehmer: Er fängt nicht völlig bei Null an. Denn er übernimmt ein Geschäftsmodell, das in der Praxis mit Erfolg erprobt wurde und setzt es an seinem Standort selbstständig um. Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmern ist der Franchise-Nehmer kein Einzelkämpfer, sondern bekommt tatkräftige Unterstützung vom Franchise-Geber.
Partnerschaft mit gegenseitigem Nutzen
Der Deutsche Franchise-Verband definiert Franchise als „ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung“. Von diesem System profitieren beide Seiten. Als Gegenleistung für die eingeräumten Rechte bekommt der Franchise-Geber vom Franchise-Nehmer Franchise-Gebühren – in der Regel einmalige Einstiegskosten sowie regelmäßige Zahlungen, die vom Umsatz abhängen.
Der Franchise-Nehmer verpflichtet sich zudem, die entsprechenden Produkte bzw. Dienstleistungen auf einem regionalen Markt anzubieten. Er ist Teil eines Netzwerkes, bleibt aber ein rechtlich selbstständiger und eigenverantwortlich arbeitender Unternehmer, der auch die wirtschaftlichen Risiken trägt.
Ein System mit großer Tradition
1955 startete in den USA mit „McDonald's" das inzwischen weltweit bekannteste Franchise-System. In den 70er Jahren schossen dann auch in Deutschland Franchise-Unternehmen wie Pilze aus dem Boden. Heute gibt es hier rund 1.000 Franchise-Systeme – mit mehr als 60.000 Franchise-Partnern und über 450.000 Beschäftigten. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor also.
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