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Diagnose Mittelstand 2011

Zahlen, Fakten und Trends


Mit der Diagnose Mittelstand 2011 legt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zum zehnten Mal repräsentative Daten über die Situation und Zukunft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland vor.

Gestiegene Eigenkapitalquoten, mehr Investitionen und ein Wachstum in einzelnen Branchen von bis zu 15 Prozent: Der deutsche Mittelstand ist mit Schwung aus der Krise herausgekommen – so das Ergebnis der aktuellen Studie. Auch im schlimmsten Krisenjahr 2009 sei es den Unternehmen quer durch alle Größenklassen gelungen, ihre Kapitalbasis zu stärken, sagte Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV, bei der Vorstellung der Studie.

"Die Eigenkapitalquote der Unternehmen stieg im Durchschnitt von 12,8 auf 15,6 Prozent. Das ist ein erstaunlicher Wert“, ergänzt er. Die immer wieder befürchtete „Kernschmelze der Kapitalbasis“ habe nicht stattgefunden, Unternehmer hätten in der schwierigen Zeit offenbar verstärkt auf private Reserven zurückgegriffen.

Zwar seien in der Krise die Umsatzrentabilität von 6,6 (2008) auf 5,3 Prozent im Jahr 2009 gesunken und der Personalaufwand von 18,4 Prozent (2008) auf knapp 20 Prozent gestiegen. „Gerade die Entscheidung der Unternehmen, ihre Mitarbeiter über den Abbau von Arbeitszeitkonten oder über Kurzarbeit weiter zu beschäftigen, hat den jetzigen Aufschwung erst möglich gemacht. Die höheren Personalkosten waren eine richtige Investition in die Zukunft“, so Schackmann-Fallis.

Bessere Geschäftslage

Nahezu alle Sparkassen-Experten – rund 96 Prozent – sehen die Geschäftslage des Mittelstands im Vergleich zu 2009 als „verbessert“ an, nur 0,6 Prozent sehen eine Verschlechterung. Der positive Trend zieht sich durch alle Branchen. Der Maschinenbau hat in 2010 ein Wachstum von 6,5 Prozent erreicht, die Automobilindustrie wuchs um 15 Prozent und der Einzelhandel konnte das Jahr mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent abschließen.

„Dieses optimistische Bild der Konjunkturlage wird durch eine rundum erfreuliche Investitionsdynamik abgerundet. Gut die Hälfte der Sparkassen berichten von einer Zunahme der Investitionsfinanzierungen im Mittelstand“, so Schackmann-Fallis. Dabei habe sich der Anteil der Erweiterungsfinanzierungen auf 24,8 Prozent nahezu verdoppelt. „Das zeigt, dass der Mittelstand nicht nur mit einem weiterhin kräftigen, sondern auch breiten und über das Jahr 2011 anhaltenden Aufschwung rechnet.“

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Dies werde sich im laufenden Jahr auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Schackmann-Fallis: „Wir gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Jahresmittel 2011 deutlich unter drei Millionen sinken wird. Bei der Arbeitslosenquote werden wir mit etwa sieben Prozent den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren haben. “ 

Diese positiven Signale werden nach Ansicht des DSGV auch 2011 für ein kräftiges Wachstum sorgen.  „Nach den hervorragenden 3,6 Prozent Wirtschaftswachstum in 2010 erscheint für das Jahr 2011 ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in einer Größenordnung von 2,5 Prozent durchaus realistisch“, so Schackmann-Fallis.

Zur Studie Diagnose Mittelstand 2011 (PDF)

Statistischer Anhang zur Diagnose (PDF)


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