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Diagnose Mittelstand 2010

Zahlen, Fakten und Trends


Mit der Diagnose Mittelstand 2010 legt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) repräsentative Daten über die Situation und Zukunft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland vor. 35 Prozent der deutschen Unternehmen sind danach von der Wirtschaftskrise nicht betroffen oder haben gar von ihr profitiert.

Weitere 45 Prozent geben an, nur leicht von der Krise betroffen zu sein und die Folgen aus eigener Kraft bewältigen zu können. 20 Prozent sind stark betroffen, davon 5,6 Prozent in ihrer Existenz gefährdet – so das Ergebnis einer Umfrage bei den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe im Rahmen der Studie "Diagnose Mittelstand 2010".

Sparkassen als bedeutender Mittelstandsfinanzierer

Drei Viertel aller deutschen Unternehmen haben Geschäftsverbindungen zu Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, rund 43 Prozent  aller Kredite an Unternehmen und Selbständige werden dabei vergeben.

"Vor allem die exportorientierten Industrien sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Konsumgüter und andere binnenwirtschaftlich orientierte Branchen sind dagegen relativ immun geblieben", so Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV, anlässlich der Vorstellung der Studie.Der DSGV rechne für das laufende Jahr mit einem BIP-Wachstum von gut 1,5 Prozent.

"Wir rechnen damit, dass in 2010 fast alle Wirtschaftsbereiche wieder Umsatzzuwächse verzeichnen werden. Schnelle Erholung erwarte man beispielsweise für einige Bereiche der unternehmensnahen Dienstleistungen wie den IT-Sektor mit etwa 5 Prozent Wachstum und den Groß- und Außenhandel mit etwa 4 Prozent . "Demgegenüber werden sich Branchen, die stark vom Inlandskonsum abhängig sind, wesentlich schwächer entwickeln", so Schackmann-Fallis.

Keine Kreditklemme erkennbar

Aus Sicht der Sparkassen sei keine Kreditklemme erkennbar. Schackmann-Fallis: "2009 haben die Sparkassen 62,1 Milliarden Euro neue Kredite an Unternehmen und Selbständige zugesagt. Das sind 5,5 Prozent  mehr als im Rekordjahr 2008. Allein im Dezember wurden 6,7 Milliarden Euro an Kreditmitteln neu zugesagt. Das entspricht 300 Millionen Euro pro Arbeitstag". Die Sparkassen hätten damit wie versprochen ihre Kreditvolumina deutlich gesteigert.

Schackmann-Fallis wies darauf hin, dass sichere Finanzierungsbedingungen für die deutschen Unternehmen wesentlich von der Ausgestaltung der neuen Eigenkapitalanforderungen für Banken abhängig seien. Wichtig sei, mit erhöhten Eigenkapitalanforderungen bei Banken dort anzusetzen, wo ungehemmtes Wachstum in risikoreichen internationalen Finanzprodukten stattfinde.

"Es wäre gefährlich, jetzt pauschal über alle Kreditinstitute hinweg Eigenkapitalanforderungen zu erhöhen. Damit würden die Spielräume auch für die Kreditinstitute verengt, die den Unternehmen in klassischer Weise Kredit geben", so Schackmann-Fallis. Die Unternehmen der Realwirtschaft dürften aber nicht durch pauschal und damit falsch angesetzte Eigenkapitalvorschriften Opfer einer künstlichen Verknappung des Kreditangebots werden.

Zur Studie "Diagnose Mittelstand 2010" (PDF)

Statistischer Anhang zur Diagnose (PDF)


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